• Geldwechsel:
    Beim Wechsel von Noten am Bankschalter verdienen die Banken an der Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs. UBS und CS sind die Einzigen, die von Nichtkunden auch noch eine Wechselgebühr von fünf Franken erheben.

  • Devisengeschäft:
    Auch beim Devisenhandel sahnen die Banken tüchtig ab – wie viel, zeigt der bankenunabhängige Anbieter www.wechselstube.ch. Die Kauf- und Verkaufskommissionen der in Ober-wil BL domizilierten Online-Wechselstube liegen zwischen 40 und 90 Prozent tiefer als diejenigen der Banken.

  • Kreditkarten:
    Bei Fremdwährungsbezügen im Ausland mit der Kreditkarte verrechnen die Banken happige Wechselkurskommissionen, wie Recherchen des TV-Magazins «Kassensturz» aufzeigen. So hat zum Beispiel die Credit Suisse ihre Kommission per Anfang Jahr von 0,5 auf 1,5 Prozent des bezogenen Betrags erhöht – eine Verdreifachung ohne jegliche Vorankündigung. Auch die Kreditkartenorganisation der Regional- und Kantonalbanken (Viseca) will jetzt ihre Kommission von 0,5 auf 1 Prozent anheben.

  • Sparhefte:
    Das gute alte Sparheft hat ausgedient. Immer mehr Banken wandeln die für sie wenig lukrativen Sparhefte in gebührenpflichtige Sparkonti um. Die UBS etwa verlangt seit 1998 selbst auf Jugendsparheften 24 Franken pro Jahr für die Heftführung. Das hat viele jugendliche Kundinnen und Kunden vergrault.

  • Hypotheken:
    Für Hypothekarkredite gelten bei vielen Banken keine einheitlichen Sätze mehr. Die Konditionen werden neu individuell festgelegt. Das heisst: Kunden mit tiefem Kontostand und Einkommen erhalten heute schlechtere Konditionen.


Die Signale der Gross- und teilweise auch der Kantonalbanken sind eindeutig: Die wenig attraktiven Kleinkunden will man loswerden, Vermögende hingegen werden gehätschelt. Die NZZ drückt es so aus: «Wem die Gebühren der UBS oder anderer Institute zu hoch sind, der kann problemlos zu einer anderen Bank wechseln.» Doch die Schweizer trennen sich ungern von ihrer Hausbank. «Nach wie vor werden mehr Ehen geschieden als Bankbeziehungen gekündigt», sagt SP-Nationalrätin und Konsumentenschützerin Simonetta Sommaruga.

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