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PrämienrabattMaximaler Unsinn

Die höchste Franchise bei der Krankenkasse ergibt nicht in jedem Fall auch die günstigste Prämie. Das musste ein Versicherter der Atupri feststellen.

Wer bei der Krankenkasse die maximale Franchise wählt, erhält dafür maximalen Prämienrabatt. Dachte jedenfalls Fabian Engbersen aus Romanshorn SG und wählte die Maximalfranchise von 2500 Franken. Er wusste nicht, dass er schon bei einer Franchise von 1500 Franken vom Maximalrabatt profitieren und genau gleich viel Prämie bezahlen würde. «Ich fühle mich betrogen», sagt der 23-Jährige. Er findet, seine Kasse, die Atupri, hätte ihn darauf hinweisen müssen.

Die Atupri räumt ein, je nach Wohnregion und Versicherungsmodell seien solche Fälle möglich. Doch es wäre zu aufwendig, betroffene Versicherte «auf solche Besonderheiten» hinzuweisen. Auf der Police seien ja die Prämien aller Franchisestufen aufgeführt. Das stimmt, doch Engbersen rechnete nicht damit, dass der Maximalrabatt schon bei einer Franchise von 1500 Franken ausgeschöpft ist. Wer wählt schon freiwillig eine höhere Selbstbeteiligung, ohne von einer tieferen Prämie zu profitieren? Solche Fälle, sagt Richard Eisler vom Internet-Vergleichsdienst Comparis, werden auch bei anderen Kassen immer häufiger.

Veröffentlicht am 19. Dezember 2008