3 Checks, bevor Eltern für ihre Kinder zahlen
1. Ist die Tochter oder der Sohn urteilsfähig?
2. Liegt der Betrag innerhalb des Kindsvermögens?
3. Haben die Eltern den Vertrag genehmigt?

Die 15-jährige Sofia schwänzt die Schule, klaut, ist als Schwarzfahrerin unterwegs. Ihre Mutter Eliza Schnyder (Name geändert) macht sich Sorgen und begleicht die Bussen – mehrere Tausend Franken. Das ist viel Geld für die Pflegerin. Der Teenager verschuldet sich weiter, shoppt im Internet und schliesst dort unter anderem ein Abo für E-Zigaretten ab. Jeden Monat flattern nun Rechnungen und Rauchwaren ins Haus.

Doch Sofia zahlt nicht. Ein Inkassobüro meldet sich. Neben offenen Monatsrechnungen über 15 und 97 Franken verlangt es «Umtriebsgebühren» Mahnung Muss ich fürs Inkasso zahlen? , zusammen rund 350 Franken. Auch das bezahlt nicht die Tochter, sondern die Mutter. Eliza Schnyder befürchtet, dass es nun ewig so weitergeht und sie gegen jedes Monatsende hin irgendwie ein paar Franken zusammenkratzen muss. Was sie nicht wusste, bevor sie beim Beobachter anrief: Sie hätte überhaupt nichts bezahlen müssen.

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