Das Zentrale Informationssystem (ZIS) ist eine Datensammlung der Versicherungswirtschaft über hängige und bereits abgeschlossene Straf- und Zivilverfahren. Hauptzweck ist, die Versicherungsgesellschaften vor betrügerischen Machenschaften zu schützen – dadurch sollen auch die Prämien entlastet werden. Vor diesem Hintergrund ist der eidgenössische Datenschutzbeauftragte zum Schluss gekommen, dass ein «überwiegendes öffentliches Interesse» der Versicherten die Bearbeitung solcher Personendaten rechtfertige.

Gespeist wird die Datenbank von den Mitgliedgesellschaften des Schweizerischen Versicherungsverbands. Registriert werden Personen, die direkt oder indirekt an einem Schadensfall beteiligt sind, die mit einem Delikt in Verbindung gebracht werden. Dies betrifft sowohl Versicherte wie Geschädigte, Anspruchsteller, deren Hilfspersonen und weitere Beteiligte. Zu einem Eintrag führen Straftatbestände wie Veruntreuung, Hehlerei, Betrug, ungetreue Geschäftsführung, Urkundendelikte, Anstiftung sowie Gehilfenschaft bei einem Delikt.

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