Die Geschichte habe einen bitteren Nachgeschmack, sagt Irma Ehrler. Erst jetzt, nach 60 Jahren, habe sie wirklich realisiert, dass sie damals in der Spinnerei in Dietfurt SG für die Bührles habe arbeiten müssen. Für eine der reichsten Schweizer Familien jener Zeit. «Bührle hat uns junge Mädchen als billige Arbeitskräfte ausgenutzt. Eine Entschuldigung der Nachkommen wäre angebracht.» 

Irma Ehrler war von 1958 bis 1961 im Arbeiterinnenheim der Toggenburger Spinnerei zwangsinterniert. Durch die Amtsvormundschaft der Stadt Schaffhausen. Weil sie ein Scheidungskind war, bestimmte die Vormundschaft 20 Jahre lang über ihr Leben.

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