«Für mich kam die Einsamkeit überraschend», sagt Fabienne Marcolin. Innerhalb von zwei Jahren stellte sich ihr soziales Netzwerk quasi auf den Kopf. Sie orientierte sich beruflich neu, und gleichzeitig zogen fast alle ihre Freunde weg oder bekamen Kinder. «Da fühlte ich mich zum ersten Mal in meinem Leben einsam», erzählt die 40-Jährige bei einem Mittagessen in der Zürcher Zentralwäscherei, bei dem Menschen zusammenkommen, die sich vorher nicht kannten. 

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Marcolin trägt einen flauschigen Pulli mit Leo-Muster, auf dem Unterarm das Tattoo einer Amsel. Dass wir im Restaurant am Tisch mit dem Amsel-Kerzenständer sitzen, ist ihr zu verdanken.