Eine Frau, die mit sechs Fingern ein Weinglas hält. Das Pferd, das mit fünf Beinen durch die Prärie galoppiert. Oder der Mann, dessen Ohr offensichtlich an der falschen Stelle angewachsen ist: Es ist noch nicht lange her, da lachten wir über KI-generierte Bilder, ja, zu Recht sogar. Denn die Fehler der künstlichen Intelligenz waren so offensichtlich, dass sie jede Fälschung sofort entlarvten.

Diese Zeiten sind vorbei. KI hat sich innert kürzester Zeit massiv verbessert. Inzwischen ist es schwierig bis unmöglich, ein gefälschtes von einem echten Bild mit blossem Auge zu unterscheiden. Und dasselbe gilt auch für Filme und Audio: Aus lediglich einem Porträtfoto und wenigen Sekunden Tonaufnahme lassen sich heute ganze Videos generieren, inklusive Stimme, Dialekt, Mimik und passender Lippenbewegung. Wer bereit ist, ein wenig Geld zu investieren, erzielt innert weniger Minuten realistische Fälschungen, in der Fachsprache Deepfakes genannt.

Partnerinhalte