Ein Freund von mir schläft regelmässig in den Bergen. Nur er, ein Schlafsack, ein dünnes Zelt, Trinkschlauch, Astronautennahrung. Minimalismus pur. Das will ich auch. Die Idee, auf sich und die Natur zurückgeworfen zu sein, keine Ablenkung, kein Ballast, keine Entscheidungen, scheint mir vielversprechend. 

Zwei Wochen später stehe ich mit meiner vierköpfigen Wandergruppe auf einem Zeltplatz. Einer zieht den Ladewagen mit vier grossen 65-Liter-Rucksäcken, drei Zelten, einem Gaskocher, säckeweise Grillwaren und Lichterketten. Mein Minimalismusanspruch ist eskaliert. Was ist passiert? Und warum fällt es mir so verdammt schwer, auf allen unnötigen Zivilisationsbalast zu verzichten?

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