Um 1880 war Gstaad kaum mehr als eine Strassenkreuzung – und am Hang darüber ein paar Dutzend Bauernheimetli, Heuschober und Ställe. «Ober Port» steht auf der Landeskarte aus jener Zeit. Das Dorf hatte um die Jahrhundertwende gerade mal 150 Einwohner.

Heute ist das Oberbort ein Dorfteil des mondänen Gstaad. Eine eigene, abgeschiedene, diskrete Welt. Hier wohnt der internationale Jetset. Reiche verbringen in mehrstöckigen Luxusvillen, die von aussen wie zu gross geratene Chalets aussehen, ein paar schöne Ferientage im Jahr. Grund und Boden gehören längst arabischen Scheichs, deutschen Industriellen, britischen Investoren, griechischen Schiffseignern und Nachkommen französischer Adliger. Das Ausmass des fremden Besitzes zeigt erstmals eine detaillierte Analyse des Gstaader Grundstücksregisters durch den Beobachter. Schweizer Besitzer sind die klare Minderheit, Einheimische gibt es fast keine mehr.

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