«Auf Social Media sieht man diese Scams überall»
Der Bundesrat will mehr Jugendschutz auf Tiktok und Co. Doch Techkonzerne machen mit polarisierenden und betrügerischen Inhalten weiter hohe Gewinne. Da laufe systematisch etwas falsch, sagt Expertin Miriam Buiten.

Veröffentlicht am 15. Oktober 2026 - 18:00 Uhr

«Die Probleme haben sich in den letzten Jahren verschlimmert»: Miriam Buiten
Der Bundesrat hat seinen Vorschlag überarbeitet, wie man Big-Tech-Konzerne wie Google, Facebook oder Tiktok regulieren könnte. Nach teils massiver Kritik an der ursprünglichen Regelung soll nun ein spezieller Schutz für Kinder und Jugendliche aufgenommen werden. Zum Beispiel: Wer nicht volljährig ist, soll in seinem Profil keine personalisierte Werbung ausgespielt bekommen. Eine Mehrheit der grossen Parteien, der grösste Teil der Kantone und Fachorganisationen wie etwa Pro Juventute sprachen sich in der Vernehmlassung für mehr Jugendschutz aus.
Doch nach wie vor ist diese Plattform-Regulierung weit von den Massnahmen entfernt, wie sie etwa die EU eingeführt hat. Das Problem: Auf Plattformen wie Facebook wimmelt es von illegalen, kriminellen und staatsgefährdenden Inhalten. Big-Tech-Konzerne machen mit Fake-Inseraten von Online-Betrügern, oder Beiträgen zu Gewaltverherrlichung und Desinformation das grosse Geschäft.