Familienbegleiter wollte mit 14-Jähriger nach London
Er überhäuft die minderjährige Tochter mit Geschenken und schickte der Mutter ein Video, in dem er sich selbst befriedigt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Leiter einer Familienbegleitung.

Veröffentlicht am 20. August 2026 - 05:00 Uhr

Zu viel Nähe zur minderjährigen Tochter: Ein Familienbegleiter wollte im Whatsapp-Chat eine Reise nach London aufgleisen.
Er sollte helfen, eine Familie zu stabilisieren. Doch sein Einsatz endet im Desaster für alle Beteiligten. Der professionelle Familienbegleiter, ein langjähriger Fachexperte in der Krisenintervention, hat jegliche professionelle Distanz vermissen lassen, ein schon belastetes Familiensystem weiter untergraben und einem jungen Mädchen sprichwörtlich ein Loch ins Herz gerissen. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) hat zu lange nicht eingegriffen.
Die Geschichte beginnt im Herbst 2024. Klara Berger, die in Wirklichkeit anders heisst, ist am Ende ihrer Kräfte. Die Mutter von drei minderjährigen Kindern leidet an einem Erschöpfungssyndrom. Ein stationärer Klinikaufenthalt ist unvermeidlich. Der Vater, der Vollzeit arbeitet, kann die Kinder nicht allein betreuen. Auch das Geld ist knapp in der Familie.