Zurück im Glarner-Land
Bis 2015 war Oberwil-Lieli eine beschauliche Gemeinde im Kanton Aargau. Dann löste SVP-Politiker Andreas Glarner eine giftige Asyldebatte aus. Wie ist das Dorfleben heute? Unsere Autorin besucht den Ort, in dem sie einen Teil ihrer Jugend verbrachte.

Veröffentlicht am 3. Februar 2024 - 06:00 Uhr

Zu Besuch in einer gespaltenen Gemeinde: Unsere Autorin Lea Oetiker will wissen, wie es Oberwil-Lieli acht Jahre nach der Asyldebatte geht.
Oberwil-Lieli ist eine Sonnenstube. «Das Juwel am Mutschellen», so steht es auf der Website der Gemeinde. Oberwil-Lieli ist auch ein Dorf ohne Kern. Auf einer Seite der Hauptstrasse die protzigen Villen, auf der anderen die Bauernhäuser . Gespalten ist auch die Bevölkerung. Seit 2015 die Asyldebatte die Aargauer Gemeinde international in die Schlagzeilen brachte, haben sich viele zurückgezogen. Einige haben die Gemeinde ganz verlassen.
An diesem Freitag im November ist Oberwil-Lieli keine Sonnenstube. Es ist grau, und es regnet. Auf der Hauptstrasse lässt sich keine Menschenseele blicken. Nur ein paar Autos rasen Richtung Freiamt.