Ja, fast immer stimmt das. Eine unkomplizierte Fraktur heilt von selbst und braucht keine besondere Behandlung. Um das Atmen zu erleichtern, können Schmerzmittel eingenommen werden. Gerade ältere Menschen müssen darauf achten, weiterhin tief durchzuatmen, da schlecht belüftete Lungenabschnitte zu Lungenentzündungen neigen.

Vorsicht ist geboten bei Rippenbrüchen, bei denen die Bruchstücke verschoben sind; die scharfen Kanten können zu schweren Komplikationen führen.

Die Diagnose einer Rippenfraktur wird klinisch gestellt. Sie kann mit einem Röntgenbild bestätigt werden, was aber meist unnötig ist, da sich daraus keine Konsequenzen für die Behandlung ergeben. Lediglich bei starker Krafteinwirkung wie bei einem heftigen Zusammenstoss auf der Skipiste ist ein Röntgenbild nötig, um die Schwere der Verletzung festzustellen.

Bei brüchigen Knochen (Osteoporose) reicht manchmal schon eine geringere Krafteinwirkung, wie sie bei starkem Husten auftreten kann, für eine Rippenfraktur. Die zwölf Rippen sind mit Gelenken an den Brustwirbeln befestigt. Sie schützen die empfindlichen inneren Organe wie Herz, Lunge, Leber und Milz.

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