Wenn es irgendwo plötzlich zwickt oder schmerzt, suchen viele erst einmal via Google nach der Ursache. Allerdings landet man hier schnell auf Dutzenden von unbekannten Websites und erhält ungeprüfte Diagnosen und Tipps von Laien in Foren. Eine verlässliche Einschätzung, ob die Beschwerden gar einen Notfall signalisieren, liefert Google schon gar nicht.

Hier kommen Symptomchecker-Apps ins Spiel. Diese stellen zwar auch nicht hundertprozentig sicher die richtige Diagnose Patientenaufklärung Was soll das heissen, Herr Doktor? , dazu braucht es weiterhin eine ärztliche Untersuchung. Doch eine gute App kann die Erkrankung hinter den Symptomen einkreisen und einen Hinweis geben, ob es sich um einen Notfall handelt, ob ein Besuch in einer Praxis innert 24 Stunden genügt oder ob auch die Apotheke helfen kann.

«Allerdings sollte man sich dabei unbedingt an Symptomcheckern orientieren, die hohen Qualitätsstandards entsprechen und von einem vertrauenswürdigen Anbieter stammen», sagt Felix Huber, Zürcher Hausarzt und Präsident des Medix-Ärztenetzes. Studien zeigen, dass die Zuverlässigkeit der verschiedenen Apps stark schwankt. So untersuchte im Sommer 2021 das Fachmagazin «Plos One» eine Auswahl von zwölf beliebten Symptomcheckern – und attestierte den allermeisten nur eine schwache Leistung.

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Kaum unabhängige Studien zu Symptomchecker-Apps

Der Studie zufolge schafften die meisten Apps nicht einmal zu 50 Prozent die richtige Diagnose. Am besten schneidet der Symptomchecker Ada ab, der bei 36 von 50 durchgespielten medizinischen Fällen die richtige Diagnose stellte (das entspricht 72 Prozent).