Das Problem:

Marianne K. ist beunruhigt: Der Hausarzt hat ihrem sechsjährigen Lukas gegen sein Asthma bronchiale ein kortisonhaltiges Medikament verordnet. Sie befürchtet Nebenwirkungen und braucht mehr Informationen.

Das Medgate-Ärzteteam rät:

Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Etwa jedes zehnte Kind leidet daran meist vor dem sechsten Lebensjahr. Die Krankheit bewirkt Atemnot, ständiges Husten und ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen. Ursache ist eine chronische Entzündung der Bronchialschleimhäute, welche die Atemwege verengt. Sobald die Bronchien belastet sind, reagieren sie übermässig empfindlich es genügt schon das Einatmen von kalter Luft.

Kortisontherapie üblich

Damit die Krankheit ganz ausheilt, ist es wichtig, dass sie möglichst früh und genügend lange behandelt wird. Dabei ist die Kortisontherapie wichtig. Kortison ist ein körpereigenes Hormon, das in den Nebennieren gebildet wird. Es muss in der Regel zweimal am Tag inhaliert werden. Kortison wirkt stark entzündungshemmend. Die Überempfindlichkeit der Bronchien nimmt ab und damit auch das Asthma.

Nebenwirkungen gering

Viele Menschen haben Angst vor Nebenwirkungen wie Osteoporose, Gewichtszunahme oder Blutdruckproblemen. Solche gibt es aber meist nur, wenn die Einnahme über längere Zeit in Form von Tabletten oder Spritzen erfolgt.

Die Angst vor Nebenwirkungen ist bei Kindern unbegründet. Durch das Inhalieren wirkt das Medikament sofort auf die entzündeten Schleimhäute der Atemwege. Wenn überhaupt, gelangen nur kleinste Mengen in den Blutkreislauf. Denkbar sind einzig leichte Nebenwirkungen wie Heiserkeit und ganz selten Pilzinfektionen, ausgelöst durch Medikamentenrückstände in Mund oder Rachen. Dies lässt sich leicht vermeiden: Das Kind inhaliert das Medikament kurz vor dem Essen und spült dann den Mund nochmals gründlich aus.

Anzeige

Alternativen möglich

Neben der medikamentösen Therapie sind Alternativbehandlungen möglich oder notwendig. Auch Methoden der Komplementärmedizin, zum Beispiel autogenes Training oder Akupunktur, sind sinnvolle Begleitmassnahmen.