Max ist müde. Der Zehnjährige hat gestern auf dem iPad gespielt. Wie jeden Abend. Danach konnte er lange nicht einschlafen. Um 23.20 Uhr sind seine Augen endlich zugefallen. Um 6.20 Uhr hat ihn seine Mutter geweckt. Jetzt, in der Schule beim Französischtest, kann er sich nicht mehr an die Wörter erinnern, die er am Vortag gelernt hat.

Schlafforscher schätzen, dass jedes dritte Kind im Verlauf seiner Entwicklung an Schlafschwierigkeiten leidet. Dazu zählen Babys und Kleinkinder, die den Tag-Nacht-Rhythmus noch nicht finden oder Mühe haben, allein einzuschlafen. Betroffen sind auch Kinder im Schulalter und Jugendliche, die Einschlafschwierigkeiten haben oder tagsüber über Schläfrigkeit klagen. 2016 stellte der Jugendgesundheits­bericht der Stadt Bern «alarmierende Schlafdefizite» fest. Er zeigte, dass nur jeder vierte ­Jugendliche wirklich genug schläft.