Wer sich nächtens schlaflos hin- und herwälzt Schlaflosigkeit Schlaf, wo bleibst du? , der sehnt sich in schierer Verzweiflung nach ­einer effektiven Lösung – und die kommt in der Schweiz immer häufiger in Tablettenform: Während es 2011 noch 9,6 Prozent der Bevölkerung waren, die zu Schlaf- oder Beruhigungsmitteln gegriffen, zeigen die von Suchtmonitoring Schweiz Anfangs 2018 publizierten Daten für das Jahr 2016 eine deutliche Steigerung auf 11 Prozent. Die Befragung zeigt darüber hinaus: Frauen tun es öfter als Männer. Und Ältere ab 65 Jahren deutlich häufiger als Jüngere (siehe Grafik unten).

Was Fachleute aufhorchen lässt: Etwa 50 Prozent der Schlafmittelkonsumenten gaben an, Wirkstoffe einzunehmen, die ein hohes Abhängigkeitspotenzial ­haben. Benzo­diazepine oder ähnliche Substanzen  gehören dazu. Sie finden sich in vielen ­rezeptpflichtigen Schlaf- und ­Beruhigungsmitteln. Wie viele Schweizerinnen und Schweizer abhängig sind, lässt sich nur schätzen.