
Veröffentlicht am 10. April 2026 - 14:37 Uhr

Wenn Freundschaften zerbrechen, kann es heilsam sein, sich einen Trauerprozess zuzugestehen, meint Caroline Fux.
Es ist Frühling – und ich bin verliebt. Wir schreiben, telefonieren und tauschen Sprachnachrichten aus. Egal, was wir uns sagen, es ist lustig, wichtig, inspirierend oder alles gleichzeitig. Hat einer von uns mal keine Zeit, entsteht eine bittersüsse Lücke. Kurz: Wir können nicht genug voneinander bekommen.
Meine Schmetterlinge gelten nicht einer neuen romantischen Bekanntschaft, sondern einem neuen platonischen Freund. Gekannt haben wir uns zwar schon länger. Aber als uns das Leben im selben Moment verblüffend ähnliche Prüfungen vor die Füsse warf, schweisste uns das innert Stunden massiv zusammen. Wir fanden Gemeinsamkeiten, die uns verbinden – und schätzten Unterschiedlichkeiten, die uns ergänzen.