Die beschriebenen Symptome deuten auf eine Gürtelrose hin, in der Fachsprache Zoster genannt. Die Gürtelrose ist ein schmerzhafter Ausschlag, verursacht durch das Varicella-Zoster-Virus aus der Familie der Herpesviren.

Beim Erstkontakt löst dieses Virus Windpocken aus. Unser Immunsystem bildet dagegen zwar Antikörper, die die Erreger in Schach halten. Doch anders als bei den meisten anderen viralen Erkrankungen werden die Viren nicht völlig ausgerottet. Nach dem Abklingen der Windpocken bleiben sie im Körper und ziehen sich in die Nervenwurzeln des Rückenmarks zurück. Werden sie Jahre später reaktiviert, können sie eine Gürtelrose auslösen. Das Gespräch mit Verena K. ergibt, dass sie als Kind Windpocken hatte.

Wer an einer Gürtelrose erkrankt ist, kann damit Menschen anstecken, die noch nie an Windpocken litten – woran diese dann erkranken. Als Ursachen für eine Reaktivierung der Viren kommen insbesondere in Frage:

  • eine vorübergehende Immunschwäche; deshalb erkranken hauptsächlich ältere Menschen an der Gürtelrose;
  • Erkrankungen und Behandlungen, durch die das Immunsystem stark geschwächt wird, zum Beispiel Aids, Tumore, Chemotherapien;
  • eine schwere Grippe, Stress und starke Sonneneinstrahlung.

Charakteristisch für die Gürtelrose sind ein allgemeines Krankheitsgefühl sowie starke Schmerzen in einem begrenzten Bereich. Meistens entwickeln sich dort auch stecknadelkopf- bis erbsengrosse Bläschen, die eine Flüssigkeit enthalten. Auch geschwollene Lymphknoten und Fieber können hinzukommen.

Bei manchen Betroffenen können nach Wochen oder sogar Monaten erneut heftige Schmerzen an den gleichen Körperstellen auftreten. Diese Nervenschmerzen nennt man postzosterische Neuralgien. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auftreten, nimmt mit dem Alter zu. Durch den rechtzeitigen Einsatz von Medikamenten lässt sich das Risiko von solchen Folgeschmerzen vermindern.

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Deshalb sollte eine Gürtelrose so schnell wie möglich mit einem antiviralen Mittel behandelt werden. Sind die Schmerzen stark, können zusätzliche Schmerzmedikamente nötig sein.

Verena K. weiss nun, was sie tun sollte. Sie will sofort einen Termin bei ihrem Hausarzt vereinbaren, um die vermutete Diagnose bestätigen zu lassen. Gemeinsam mit dem Hausarzt wird sie über die nötige Therapie bestimmen.