Der Kommentar des Medgate-Ärzteteams:

Was im Volksmund als «Röhre» bezeichnet wird, sind zwei sehr verschiedene diagnostische Geräte: Das eine ist der Computertomograf (CT). Dabei dreht sich um den Patienten eine Röntgenröhre, die den Körper fächerförmig durchstrahlt. Anhand der Aufnahmen kann der Arzt beurteilen, wie weit krankhafte Prozesse in Weichteilen und am Knochen fortgeschritten sind.

Das andere Gerät heisst Kernspintomograf oder Magnetresonanztomograf (MRT). Hier entstehen Bilder nicht durch Röntgenstrahlen, sondern durch ein Magnetfeld. Dabei unterscheidet man zwei Arten: Tunnelsysteme, also die eigentliche «Röhre», und offene Systeme. Wegen hoher Kontraste beim Aufzeichnen von Weichteilen eignet sich der MRT sehr für den Nachweis von Tumoren, Entzündungen und Verletzungen. Personen, denen eine MRT-Untersuchung bevorsteht, wollen in der Regel folgende Fragen beantwortet haben:

  • Ist eine Vorbereitung nötig?
    Es ist nichts Spezielles erforderlich. Am besten trägt man bequeme Kleidung ohne Knöpfe oder Reissverschlüsse aus Metall. Sie können die Aufnahmen beeinträchtigen.

  • Was passiert bei der Untersuchung?
    Der Patient liegt in einem hellen, gut belüfteten Tunnel. Die lauten Klopfgeräusche bedeuten, dass die Bilder aufgenommen werden. Wichtig ist eine möglichst entspannte, bewegungslose Lage.

  • Wie lange dauert eine Untersuchung?
    Eine einzelne Messung kann bis zu zehn Minuten benötigen, eine komplette Untersuchung 15 bis 45 Minuten. Dabei entstehen Dutzende von Bildern.

  • Gibt es Risiken?
    Der MRT ist weitgehend sicher. Da er mit einem starken Magnet arbeitet, darf der Patient kein Metall im Körper tragen. Daher ist eine Untersuchung ausgeschlossen bei Trägern von Herzschrittmachern, Nervenstimulatoren, Medikamentenpumpen und Innenohr-Endoprothesen. Wer Gelenkprothesen, Osteosyntheseplatten, Stents oder eine Spirale trägt, muss den Arzt darüber unbedingt informieren. Es empfiehlt sich zu klären, wie vertraut der Arzt mit der jeweiligen Methode ist: Je häufiger er die Untersuchung vornimmt, desto geübter ist er darin, die Aufnahmen zu beurteilen.

Vreni M. war nach dieser Auskunft von Medgate beruhigt. Sie nahm sich vor, während der Zeit im Gerät die Augen geschlossen zu halten, um sich weniger eingeengt zu fühlen. Das bewährte sich. Die Aufnahmen zeigten erst noch, dass der Meniskus nicht operiert werden muss.

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