«Viele denken sicher aufgrund meines ­Äusseren, ich sei eine Tussi. Dabei trage ich einfach gern hohe Schuhe, weil ich ziemlich klein bin. Und klar, ich geh gern shoppen, aber ich bin eigentlich ziemlich vernünftig und gebe nicht viel auf Markenklamotten. Ich habe meinen eigenen Stil, orientiere mich an dem, was in ist, aber nicht nur. Ich mixe immer noch etwas Persönliches dazu.

In der Schule hat es viele, die auf exklusive Markenkleider stehen. Sie sehen aus wie Werbetafeln mit all ihren Labels: Louis Vuitton, Prada, Burberry oder Longchamp. Goldküstenkids halt – ich kann und will mir so was nicht leisten. Als ich neu ins Gymi kam, war ich schon ein bisschen neidisch, denn so viel Geprotze gab es in der Sek nicht. Ich habe mir auch schon ein Hollister-Jäckli gekauft, aber nur, weil es mir wirklich gefiel, und nicht, weil die Marke total angesagt ist.

Was ich mit 2000 Franken machen würde? Kleider, Schuhe und Schmuck kaufen. Oder eine Städtereise machen. Oder vielleicht besser: das Geld sparen für später, fürs Studium. Das wäre wirklich vernünftig. Taschengeld bekomme ich nach Bedarf. Das klappt prima. Kürzlich wollte ich eine Winterjacke kaufen, fand sie aber zu teuer, da hat mir die Mutter Geld dazugeschossen, weil sie die Jacke gut fand. 150 Franken – das geht ja noch, oder?»

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