Fitnessgeräte für daheim sind gefragt. «Seit Jahren steigt der Umsatz von Trainingsgeräten für den Privatgebrauch jährlich um etwa 10 Prozent», freut sich Jürg Pulfer von der Trisport AG in Hünenberg ZG. Trisport ist Generalimporteur von Kettler, dem Marktleader für Fitnessgeräte: «Der Umsatz mit privaten Trainingsgeräten liegt in der Schweiz derzeit zwischen 50 und 60 Millionen Franken im Jahr.» Nach wie vor verkaufen sich die klassischen Veloheimtrainer am besten. Doch Cross- oder Ellypsetrainer, die den Oberkörper mittrainieren und die Gelenke schonen, holen deutlich auf.

Gekauft werden zusehends hochpreisige Qualitätsgeräte. So registriert die FFS Fitness AG, Generalimporteurin der US-Edelmarke Lifestyle, seit Jahren einen steigenden Anteil von Privatkunden – obwohl die Geräte, die häufig in Physiotherapie und Fitnesscentern eingesetzt werden, nicht unter 2000 Franken zu haben sind.

«In der oberen Preisklasse kriegt man Geräte, die ein erstklassiges Ausdauer- und Krafttraining in den eigenen vier Wänden ermöglichen», sagt Paul Eigenmann, Geschäftsführer von Qualitop, einer Institution der Krankenversicherer, die sich mit Qualitätssicherung in der Fitnessbranche beschäftigt. «Doch leider», so Eigenmann, «sind Hometrainer in den meisten Haushalten lediglich teure Kleiderständer. Die Wirksamkeit ist enorm, die Anwendungsquote aber erschreckend tief.»

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Paul Eigenmann empfiehlt deshalb, vor der Anschaffung eines teuren Fitnessgeräts mit Therabändern aus Gummi zu trainieren – sie kosten keine 50 Franken. «Bei regelmässiger Anwendung kann man damit ein sehr breites Trainingsspektrum abdecken. Und wer mit den Bändern diszipliniert trainiert, wird auch einen Hometrainer regelmässig nutzen.»