Claudia Aeschbach war am Boden zerstört: Nach dreijähriger Beziehung hatte ihr Freund sie verlassen. In ihrer Verzweiflung meldete sich die 22-Jährige auf ein Inserat des Parapsychologen Silias Von Broven in der «Glückspost». Dank seiner telefonischen Fernbehandlung (Fr. 3.13 pro Minute) würde das Paar bald wieder zusammenkommen, versprach Von Broven.

Der Parapsychologe liess sich seine Dienste fürstlich entlöhnen: «Ich stutzte, als ich nach einem Monat 4000 Franken zahlen musste», sagt Claudia Aeschbach.

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Die junge Frau überwies das Honorar, denn Von Broven habe gedroht, andernfalls würde es ihr noch schlechter ergehen.

Aeschbach geriet immer mehr in die Fänge des Fernheilers. Bereits nach einem halben Jahr belief sich die Rechnung für die Telefonbehandlungen auf 20'000 Franken. Der Exfreund blieb verschwunden.

Die wahre Identität Silias Von Brovens ist nicht herauszufinden. Zudem streitet er alles ab: «Viele meiner Klienten lügen», sagt er. Diese Stellungnahme kostete den Beobachter 70 Franken – Von Broven hat aufgeschlagen: Fr. 6.90 pro Minute verlangt er inzwischen für seine Auskünfte.