1. Bildschirmsperre

Der einfachste Schutz ist die Bildschirmsperre. Wer den vierstelligen Zugangscode nicht kennt, kommt über den Begrüs­sungsbildschirm des Smart­phones nicht hinaus. Bei Android-Telefonen lässt sich die Sperre im Menü «Standort & Sicherheit» aktivieren, beim iPhone über «Einstellungen/Allgemein/Code-Sperre». Die Bildschirmsperre verhindert allerdings nicht den Zugriff auf eine all­fällige SD-Speicherkarte. Der Nachteil: Einem ehrlichen Finder erschwert die Sperre die Suche nach dem rechtmäs­sigen Besitzer.

Manche Android-Handys bieten deshalb die Möglichkeit, auf dem Sperr-Bildschirm eine Nachricht anzuzeigen, etwa die eigene Telefonnummer oder E-Mail-Adresse – damit der Finder weiss, wo er sich melden kann. Das iPhone hat diese Funktion allerdings nicht.

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2. Eingebaute Sicherheit

Mehr Möglichkeiten bieten bei vielen Geräten vorinstallierte Sicherheits-Apps. Einmal aktiviert, kann man das Gerät über die ­Internetseite des Herstellers aus der Ferne nachträglich sperren, orten oder die Daten löschen. Voraussetzung ist aber, dass GPS-Ortungsfunktion sowie ­Internetverbindung aktiv sind.

Bei HTC-Handys kann man über den Dienst HTCSense nachträglich eine Verbindung mit dem Smartphone herstellen und die Bildschirmsperre aktivieren. Man kann es so auch klingeln lassen und über einen Infotext die Kontaktdaten einblenden. Mit dem Löschbefehl lassen sich die Daten auf Handy und SD-Speicherkarte binnen Minuten löschen. Eine Ortung ist danach aber nicht mehr möglich. Ein Dieb kann die Sicherheitssoftware jedoch ausschalten, wenn die Bildschirmsperre nicht von Beginn weg aktiviert ist.

3. Handy orten

Bei Samsung heisst der Handyfinder Dive. Wenn der Dieb die SIM-Karte wechselt, wird die neue Nummer an den Besitzer gesendet. Selbst nach dem SIM-Wechsel bleibt Dive aktiv; die App kann nur mit einem Code deaktiviert werden. Über die Samsung-Website lässt sich daher das Smartphone selbst nach einem SIM-Wechsel noch sperren, ein Infotext einblenden, und man kann die Daten löschen. Zudem lässt sich das Handy im Idealfall bis auf ­etwa 10 Meter genau orten.

Weniger Funktionen bietet der Dienst Motoblur von Motorola. Die meisten Smartphone-Modelle lassen sich damit orten – und der Speicher lässt sich löschen. Daten auf der SD-Karte bleiben jedoch erhalten. Wechselt der Dieb die SIM-Karte, verhindert aber ein Code das Einschalten des Handys.

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Beim iPhone heisst der Dienst «Mein iPhone suchen». Über die Website me.com oder über andere iPhones oder iPads, auf denen die kostenlose App «iPhone-Suche» installiert ist, lässt sich das Handy dann sperren und anklingeln. Zudem kann man einen Infotext anzeigen, das Gerät orten und den Speicher löschen.

4. Sicherheit durch installierte Apps

Bei Android-Smartphones lassen sich zudem bei fast allen Geräten nachträglich Apps aus dem An­droid-Market installieren. Emp­fehlenswert ist etwa die kostenlose App «F-Secure Anti Theft». Per SMS kann man das Handy orten, sperren und selbst die Daten auf der SD-Karte löschen. Sobald die SIM-Karte ausgewechselt wird, ist aber eine Kontaktaufnahme zum Handy nicht mehr möglich. Die App merkt das jedoch, sendet eine SMS mit der neuen Nummer an den rechtmässigen Handy­besitzer und sperrt das Handy.

Der «Cirrus Manager» – ebenfalls kostenlos – akzeptiert Befehle per SMS und über eine Internetseite. Auch er kann sperren, ­orten, löschen und nachträglich aus der Ferne das GPS-Modul des Handys einschalten. Darüber hinaus schiesst das Handy Fotos vom Finder oder Dieb.

Ohne Sicherheits-App muss man auf «Lookout Plan B» hoffen. Diese kostenlose App lässt sich per Ferninstallation auf das verlorene Smartphone aufspielen, startet dort automatisch und versendet seine GPS-Position per E-Mail.