Eigentlich wollte sie um 11 Uhr auf dem Bundesplatz sein, um zu demonstrieren. Irgendein Anlass gegen die Selbstbestimmungsinitiative, und Tamara Funiciello hatte sich einfach mal angemeldet. «Dann rief plötzlich jemand von Economiesuisse an und fragte, ob das wirklich nötig sei, dass ich komme. Schliesslich sei das ihr Anlass.» Breites Grinsen: «Bei aller Abneigung gegen die Initiative – mit Economiesuisse gehe ich sicher nicht demonstrieren.»

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Als Tamara Funiciello am 18. Juni 2016 die Wahl zur neuen Präsidentin der Juso Schweiz für sich entscheidet, ist sie ausserhalb von Bern kaum bekannt. Klar, sie hatte die 25-Stunden-Woche gefordert, im Pyjama auf dem Berner Bahnhofplatz gegen das Nachrichtendienstgesetz demonstriert und die Miss-Schweiz-Wahl in den Medien mit den Worten kommentiert, sie finde den Anlass «zum Kotzen».