Cavajone GR: Neuanfang mit Tourismus

Das Puschlaver Bergdorf Cavajone stand mit nur noch zehn Einwohnerinnen und Einwohnern kurz vor dem Aussterben. Die Stiftung Pro Cavajone versucht zu retten, was noch zu retten ist. Konkret unterstützt sie ein junges Bauernpaar aus dem Emmental, das sich mit der Herstellung von Geissenkäse eine neue Existenz aufbauen will. Das Paar erhält für die ersten 18 Monate eine Starthilfe von 2500 Franken pro Monat. Ebenfalls unterstützt wirdein Bauernpaar, das sich auf der gegenüberliegenden Talseite in Viano niedergelassen hat. Längerfristig plant man, die ehemalige Schule für touristische Zwecke umzubauen.

Die Stiftung Pro Cavajone ist auf Geldspenden angewiesen. Informationen: Telefon 0878/80 65 90 oder via E-Mail: pro.cavajone@pop.agri.ch

Binn VS: Die Schule ist gerettet

Im Dezember 1995 warb das Gommer Dorf per Zeitungsinserat um neue Einwohner mit Kindern. Konkret ging es darum, die Schule der 170-Seelen-Gemeinde zu retten. Damals gab es in Binn noch acht Schüler. Zwei davon standen kurz vor dem Wechsel in die Orientierungsschule, womit die vom Kanton festgelegte Mindestzahl zur Aufrechterhaltung einer Schulklasse unterschritten worden wäre. Von den beinahe 50 Familien, die sich auf das Inserat gemeldet haben, sind drei geblieben. Die Dorfschule konnte gerettet werden. Die Schülerzahl liegt jetzt bei elf.

Binn ist nach wie vor offen für Interessenten, die sich in der Gemeinde niederlassen möchten. Informationen: Gemeindeverwaltung, 3996 Binn, Telefon 027/971 46 20

Meien UR: Noch Platz für Zuzüger

Unter dem Titel «Meientals Aufschwung Deine Zukunft» lancierte Meien im Herbst 1998 eine Aktion gegen die Entvölkerung. Die Einwohnerzahl war auf 85 Personen gesunken; mit nur noch fünf Schulkindern stand die Schule kurz vor der Schliessung. Von den zwölf Familien, die zu einem persönlichen Augenschein nach Meien reisten, entschlossen sich zwei zum Bleiben. Zusammen mit den beiden Familien kamen acht Kinder nach Meien. Vier davon besuchen die Schule im Dorf. Sie hat damit ihre Schülerzahl von fünf auf neun erhöhen können.

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Die Schule und das Dorf Meien haben nach wie vor Platz für Neuzuzüger. Informationen: Felix Ziegler, Sekretär von Pro Meien, Schulhaus, 6485 Meien, Telefon 041/885 00 68

Schuders GR: Alle Wohnungen sind besetzt

Mit Inseraten in der Zeitschrift «Tierwelt» haben die 55 Einwohner von Schuders Anfang 1999 um Neuzuzüger geworben. Mit Erfolg. Im August zog eine allein erziehende Mutter mit zwei schulpflichtigen Kindern aus dem Bernbiet in das Prättigauer Bergdorf. Und Ende Oktober folgte eine Familie mit vier Kindern, wovon zwei die Schule in Schuders besuchen. Mit insgesamt zehn Schulkindern braucht sich Schuders im Moment also keine Sorgen um das Weiterbestehen der Schule zu machen. Dies war in den achtziger Jahren noch anders. Damals drückten nur drei Kinder die Schulbank.

Im Moment sucht der Weiler keine neuen Einwohnerinnen und Einwohner. Der Grund: Schuders hat keinen Wohnraum mehr anzubieten.

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