AlleinerziehendeDie stillen Kämpferinnen

«Wenn du jung Mutter wirst, kannst du die meisten deiner Freunde vergessen»: die alleinerziehende Mutter Jennifer Schmutz mit Joshua Bild: Nadja Tempest

Alleinerziehende Frauen leisten sehr viel: Fast 90 Prozent von ihnen gehen neben der Kinderbetreuung einem Job nach. Und doch leben sie oft in Armut. Die Stiftung SOS Beobachter hilft.

von Christoph Schilling, Nicole Krättli und Martin Vetterli

Hollywood-Star Sandra Bullock («Miss Undercover») ist superschön, superreich und seit diesem Sommer alleinerziehende Mutter. Die frisch geschiedene 46-Jährige hat sich gerade bei Massagen, Cocktails und Inseltrips in der Karibik von ihrem Stress erholt.

Auch Jennifer Schmutz, 23, ist alleinerziehende Mutter. Ihre Gedanken kreisen aber nicht um Cocktails in der Karibik, sondern um Kinderkrippe, Job und Sozialamt.

Eben hat sie die Tür zum Atelier ins Schloss fallen lassen, wo sie eine Lehre als Schneiderin absolviert. Es ist kurz nach fünf, es dämmert, sie wartet am Barfüsserplatz auf ihr Tram. In Basel geht schon bald jede dritte Singlemutter aufs Sozialamt. Alleinerziehende, fast ausschliesslich Frauen, sind im System quasi nicht vorgesehen, gelten als Betriebsunfall, als Menschen, die sich irgendwann wieder verlieben und aus der Statistik verschwinden.

«Der Lohn reicht nicht einmal fürs Essen»

Doch sie verharren hartnäckig. Rund 140'000 Singlemütter wie Jennifer Schmutz gibt es in der Schweiz. Und es werden immer mehr. Bereits jedes achte Kind wächst in einer «Einelternfamilie» auf, wie die Soziologen sagen. Fast in jeder Schulklasse sitzen heutzutage zwei oder drei Kinder, die allein mit ihrer Mutter aufwachsen, mittlerweile genauso alltäglich wie Kinder aus Patchworkfamilien.

Wer die junge Mutter Jennifer Schmutz sieht, in ihren mit Nieten besetzten Jeans, der dunklen Winterjacke mit Kunstpelzrand, mit ihren schwarzen Haaren, die sie streng zusammengebunden trägt und mit einem Haarreif fixiert, ihren Piercings, den Kunstperlohrringen und den Acrylnägeln, der könnte sie leicht für einen ganz normalen Twen halten.

Doch sie sagt Sätze wie: «Mein Lehrlingslohn reicht ja nicht einmal fürs Essen für mich und meinen vierjährigen Joshua.»

Jennifer Schmutz hätte eine Lehrstelle als Coiffeuse antreten können, als sie mit 17 schwanger wurde. Sie liess die Stelle sausen. Nun ist sie vom Sozialamt abhängig – trotz Stipendien und Alimenten.

Doch sie klagt nicht. Grämt sich nicht. Sie will. Sie möchte schnellstmöglich finanziell unabhängig sein. Steigt nun ins Tram, um wie jeden Werktag ihren Knirps aus der Krippe zu holen. Das sind 25 Minuten Fahrzeit. Sie lebt in einer kargen kleinen Dreizimmerwohnung in einem Mehrfamilienhaus in Riehen. Ein Bild dominiert das Wohnzimmer: «Die Erschaffung Adams» von Michelangelo.

Die junge Mutter bereitet das Znacht: Spaghetti mit Spinat. Joshua spielt derweil mit seinen Autos. Schmutz holt nun eine Lehre als Damenschneiderin nach, eine Stelle, die sie dank dem Coaching des Basler Gewerbeverbands bekommen hat. Am Wochenende ist Joshua bei der Grossmutter, damit Jennifer büffeln kann: «Ich will in die Ränge kommen – Notenschnitt 5,5.» Nur die eigene Nähmaschine, Pflicht für eine Schneiderin in Ausbildung, fehlte ihr anfänglich zum neuen Glück. Die Nähmaschine ist ihre Chance, das Vehikel, das Jennifer Schmutz in eine Zukunft befördern kann, in der sie nicht mehr am Tropf der Fürsorge hängt. Die Stiftung SOS Beobachter hat ihr deshalb das Gerät bezahlt.

«Hauptsache, den Kindern geht es gut»: die alleinerziehende Mutter Nicole Oeschger mit Svenia und Saskia
Quelle: Nadja Tempest

Die Vorurteile: Depromami oder Supermom

Als Teenager ging Schmutz regelmässig «auf die Piste», in den Ausgang. «Wenn du jung Mutter wirst, kannst du die meisten deiner Freunde vergessen. Die sind weg.» Auch einen Freund zu finden sei mit einem vierjährigen Kind nicht so einfach. Trotz dem Markt, der sich bereits für Alleinerziehende auftut – seien es Kontaktbörsen («Flirt-Halloween» für alleinerziehende Mütter) oder Reka-Ferien im Verzascatal unter dem Motto: «Mama hat Vortritt». Schmutz sagt: «Die meisten Männer kommen mit der indirekten Präsenz eines anderen Mannes, des Kindsvaters, nicht klar.» Sollte sie aber auf jemanden treffen, der «Verantwortung übernimmt», sei auch ein zweites Kind nicht ausgeschlossen.

Alleinerziehende haben neben ihrem harten Alltag noch unter etwas anderem zu leiden: ihrem Ruf. Der schillert, immer von einem Extrem zum anderen. Hier die verhärmte, depressive, leicht schusselige, stets mitleiderregende Mama mit Augenringen, bekannt aus dem deutschen Privatfernsehen. Dort die selbstbewusste, erfolgreiche und auf eigenen Füssen stehende Mutter, die Kind und Karriere scheinbar mühelos vereinbart. Wie Sandra Bullock. «15 Gründe, warum es Spass macht, Singlemutter zu sein», titelte schmissig die «NZZ am Sonntag». Depromami oder Supermom, diese beiden Bilder dominieren – bisweilen verzerrt bis zur Karikatur.

Und ein weiteres Vorurteil klebt an diesen Frauen: dass sie arbeitsscheu seien. Obwohl drei von vier alleinerziehenden Müttern mindestens 50 Prozent arbeiten.

Natürlich stimmt auch dies: Die meisten Alleinerziehenden packen es, kriegen es auf die Reihe. «Heute sind diese Frauen selbstbewusster, leiden nicht mehr im Stillen, jedenfalls weniger als ihre Vorgängerinnen», sagt Anna Hausherr vom Schweizerischen Verband alleinerziehender Mütter und Väter. Noch in den achtziger Jahren, zur Zeit der Vereinsgründung, sei es eine «Schande» gewesen, als Mutter ohne Mann dazustehen. Inzwischen müssen sie sich nicht mehr verstecken, sind im Fokus der Sozialforscher an Fachhochschulen und Universitäten. Kaum eine Gruppe, die so gut untersucht wird. Auch über mangelnde Aufmerksamkeit der Politiker können sich Alleinerziehende nicht beklagen. Eingaben im Parlament zur Verbesserung ihrer Situation sind zahlreich und reichen von Steuerentlastung, gesichertem Lebensunterhalt für ihre Kinder bis zur Forderung, Vätern, die die Alimente nicht zahlen, den Führerausweis zu entziehen.

Doch die Bilanz ist ernüchternd: «Seit Jahren wird diskutiert – bisher ohne Resultat», kritisiert Carlo Knöpfel vom Hilfswerk Caritas.

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Walter Noser, Geschäftsführer SOS Beobachter

Jeder Fünfte kneift bei den Alimenten

Noch immer sind es vor allem die Mütter, die die Last einer Trennung zu schultern haben. Kein Wunder. Nur gerade sechs Prozent der Väter in Paarhaushalten arbeiten Teilzeit. Der Vater, der wegen Erziehung und Hausarbeit sein Pensum reduziert, ist in der Schweiz noch immer ein seltenes Exemplar, ein Exot. Also sind es auch die Mütter, die sich nach der Trennung um die Kinder kümmern.

Der Vater zahlt Alimente fürs Kind oder wäre zumindest dazu verpflichtet; doch es kneift jeder fünfte – oder zahlt zu wenig. Laut Caritas erhielten 2004 rund 45'000 Kinder ihre Alimente nur teilweise oder gar nicht. Es ist dann Sache der Frau, Hilfe beim Sozialamt zu holen.

Was nur wenigen bewusst ist: «Gemeinden können Sozialhilfe zurückverlangen», sagt Caritas-Vertreter Knöpfel. Die Praxis sei je nach Gemeinde unterschiedlich. Ebenso hängt es vom Wohnort ab, ob die Gemeinde der Mutter die Alimente vorschiesst. «Je nachdem, wo sie wohnt, erhält die alleinerziehende Mutter viel, weniger oder gar keine Alimente.» Es gibt Kantone, die machen die Bevorschussung abhängig vom Einkommen der Mutter, andere nicht.

Deshalb fordert der Verband alleinerziehender Mütter und Väter gesamtschweizerische Standards für die Alimentenbevorschussung. «Es genügt nicht, wenn die Gemeinde der Mutter ein Formular in die Hand drückt», sagt Anna Hausherr vom Alleinerziehenden-Verband.

Sogar mit Alimenten leben viele Singlemütter knapp um das Existenzminimum herum, schreibt das Bundesamt für Statistik in seinem letzten Familienbericht von 2008. Ständig droht der Absturz. «Wir reden hier nicht von der alleinstehenden Professorin mit zwei Kindern, die ihr Leben managt. Die braucht keine Unterstützung», sagt Carlo Knöpfel. «Wir reden von den anderen Frauen, die das nicht auf die Reihe bekommen.»

Immer fehlen die Zeit oder das Geld

Nicole Oeschger taucht in der Sozialhilfestatistik nicht auf. Zurzeit jedenfalls nicht. Auch sie wohnt in Basel. Links fliesst die begradigte Birs, rechts strömt der Autobahnverkehr – schalldicht verpackt in einen Lärmschutzkokon. Und mittendrin Genossenschaftshäuser wie aus einem Prospekt für den sozialen Wohnungsbau: schmucklos, proper, praktisch. Hier hat die junge alleinerziehende Mutter diesen Herbst eine neue Bleibe gefunden. Drei Zimmer plus Wohnküche und Bad zu einem unschlagbaren Preis: 1000 Franken. Ihre Mutter wohnt in der Nähe, die beste Freundin gleich um die Ecke. «Ein Glücksfall» sei das. Etwas Teureres würde ihr Budget sprengen. Denn Nicole Oeschger hat ein Problem: zwei Mädchen, aber keine Alimente vom Vater.

Sie sitzt am Küchentisch, den Kopf in die Hände gelegt, und schildert das Dilemma der meisten Alleinerziehenden: Immer fehlt es ihr an Zeit oder an Geld. Arbeitet sie 100 Prozent, hat sie unter dem Strich zwar 300 Franken mehr im Monat, dafür kaum noch Zeit für Svenia, 4, und Saskia, 3. Arbeitet sie weniger als die jetzigen vier Tage die Woche im Altersheim, ist sie permanent pleite.

Aber darüber klagen mag die 27-Jährige nicht. Mitleid will sie erst recht keins. Sie braucht bloss immer wieder einen Zustupf. Wie im letzten Frühling, als eine Heizkostenabrechnung über 1500 Franken im Briefkasten lag, die sie nur dank der Hilfe von SOS Beobachter bezahlen konnte. Im Moment sei es etwas besser. Sie bräuchte bloss die 80 Franken für Svenias neue Winterjacke. Schliesslich sollen die Mädchen anständig ausschauen. Armut in der Schweiz ist unsichtbar.

Deshalb meint Nicole Oeschger, sich ständig entschuldigen zu müssen. Sie entschuldigt sich, weil sie nicht modischer angezogen ist und nur alles von der Schwester nachträgt. Und sie entschuldigt sich, dass die Wohnung noch immer so kahl aussieht. Keine Zeit zum Einrichten, sagt sie. Viel auszupacken hat sie nicht. Für sie reichen das durchgesessene Bettsofa, ein Schrank, ein Schubladenmöbel, auf dem die Kleinstereoanlage steht, und der Grossbildschirm-TV. Die Wohnung ist blitzblank, tipptopp aufgeräumt. In Saskias und Svenias Zimmern gibt es farbige Teppiche, eine Schminkecke in schönstem Barbie-Rosa, Hochbetten, zwei Kleiderschränke. «Die mussten jetzt einfach sein, auch wenn wir dafür halt auf jeden Luxus verzichten müssen.» Luxus ist aber nicht ein Lachsfrühstück, Luxus sind H&M-Jeans für die Kinder. «Die gäbe es billiger bei C&A.»

Soll der Staat diesen Müttern helfen?

«Hauptsache, den Kindern geht es gut», sagt Nicole Oeschger. Schliesslich stehe sie jetzt auf eigenen Füssen. Was angesichts von 2500 Franken Nettolohn, 500 Franken Alimentenbevorschussung, 400 Franken Kindergeld und 200 Franken sogenanntem Unterhaltsgeld des Arbeitgebers nicht selbstverständlich ist.

Im Juli hat sie zwar die Lehre als Pflegeassistentin abgeschlossen. Mehr Geld hat sie jetzt aber trotzdem nicht, denn sie erhält ja keine Stipendien mehr. Jetzt hofft sie auf 2014. Dass sie dann die Zusatzausbildung als Pflegefachfrau abschliessen kann und so ein wenig mehr verdient. Aber manchmal, da setzt sie sich mit ihrer besten Freundin zusammen und träumt. Träumt vom grossen Geld: «Dann gehen wir in die Stadt und kaufen alles, was uns gefällt.» Auch Jeans von H&M.

Soll der Staat diesen Müttern überhaupt unter die Arme greifen? Fördert er damit nicht geradezu dieses prekäre Familien­modell, wie Kritiker von Staatshilfe einwenden? Caritas-Ökonom Knöpfel meint dazu: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand deshalb scheiden lässt. Dazu ist die finanzielle Unterstützung viel zu gering. Wir sprechen hier vom Existenzminimum.» Wer sich scheiden lässt, muss plötzlich zwei Haushalte finanzieren. «Es ist mir schleierhaft, wie jemand da einen ökonomischen Anreiz entdecken kann.»

Knöpfels Sorge gilt in erster Linie auch gar nicht den Müttern, sondern den Kindern. «Sobald Kinder im Spiel sind, ist der Staat verpflichtet, für ihr Wohl zu schauen.» Und das grösste Risiko für ein Kind, arm auf­zuwachsen, ist die Einelternfamilie.

«Ich habe kein Schoggileben, aber ich kann auch nicht behaupten, dass wir verhungern»: die alleinerziehende Mutter...

Zum Coiffeur? Das liegt nicht drin

Elizabeth Weber, 40, hat Glück, denn ihr Exmann zahlt die 1500 Franken Alimente für die Kinder anstandslos. Und der Lohn von 4300 Franken netto ermöglicht ihr ein anständiges Auskommen. Sie lebt mit den drei Kindern Gabriel, 20, der Schreiner lernt, Francisco, 13, und Mariela, 11, in einer Zürcher Vorortsgemeinde. Der Weg vom Bahnhof zu ihrer Viereinhalbzimmerwohnung mit Klötzliparkett führt vorbei an Bürotürmen aus Glas, Autohändlern, Reihenhäusern aus den fünfziger Jahren. Plötzlich schraubt sich ein Swiss-Airbus in die Höhe, so unvermittelt, dass man erschrickt – und dennoch fast lautlos. Denn Elizabeth Weber wohnt im toten Winkel des Flughafens. Vom Lärm hört sie nur wenig.

Gewissermassen im toten Winkel lebt sie auch als alleinerziehende Mutter. Mit ihrem 80-Prozent-Job in der Notenkontrolle einer Bank verdient sie so gut, dass sie nicht darben muss. Sie erscheint in keiner Armutsstatistik. In keiner Soziahilfestatistik. In keiner Alimentenbevorschussungsstatistik. Sie ist weder Opfermami noch Supermom. Sondern irgendwo dazwischen, wie die meisten Alleinerziehenden, die ihr Leben in aller Stille und ohne Aufhebens packen.

Die Frage, ob sie sich arm fühle, quittiert sie mit einem prustenden Lacher. Die Frage, ob sie sich hilflos und verlassen vorkomme, mit einem Blick aus ihren blauen Augen, die zurückfunkeln: Blödsinn! Natürlich sei das Leben streng. Aber das sei normal. Demut schwingt mit in ihrer Antwort. Deshalb vielleicht das gerahmte Bild an der Wand mit dem christlichen Sujet: Es zeigt Jesus, wie er mit Jüngern durch ein Kornfeld schreitet. Das Bild stammt aus dem Brockenhaus.

Elizabeth Weber steht jeden Morgen um Viertel vor fünf auf, bereitet das Frühstück, sitzt um Viertel vor sechs bereits im Zug, der sie an ihren Arbeitsplatz bringt. Sie arbeitet Schicht. Die Kinder werden erst eine Stunde später aufstehen, selbständig – und sie um sieben Uhr anrufen und bestätigen, dass alles in Ordnung sei. Das handhabt sie seit Jahren so. Sie sagt: «Ich habe kein Schoggileben, aber ich kann auch nicht behaupten, dass wir verhungern.» Einzig den Coiffeursalon sieht sie nur von draussen, und auch die Nägel macht sie sich selber.

Doch eine Sorge plagt sie. Sie fürchtet, dass ihr Job dereinst verschwindet und sie keinen neuen mit entsprechender Bezahlung findet. Sie ist in Argentinien zur Schule gegangen, wo sie als Kind von Auslandschweizern aufwuchs, hat dann bis 30 dort im Büro gejobbt. Korrespondenz, Buchhaltung, Lohnabrechnungen. Dann ist sie mit ihrer Familie in die Schweiz gezogen. Beide, sie und ihr Mann, haben geschuftet. Sie wollten möglichst schnell möglichst viel sparen, vielleicht zurückkehren in das Land, wo ihre Eltern leben. Doch es kam anders. Am Ende stand die Scheidung.

«Ohne Job keine Scheidung»

Einerseits sagt sie, wenn sie nochmals von vorn beginnen könnte, würde sie nicht mehr so viel arbeiten und mehr Zeit mit den Kindern verbringen. Anderseits ist sie heute froh um die Stelle: «Ohne den Job hätte ich mich nicht scheiden lassen.» Um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, besucht sie wieder die Schule, um das Handelsdiplom zu erwerben. Sie hätte es kaum geschafft, die 9000 Franken Schulkosten zusammenzusparen. Und ein Stipendium erhält sie nicht. Die Stiftung SOS Beobachter hat deshalb einen Teil der Schulkosten übernommen.

Jeden Morgen steht Elizabeth Weber klaglos um Viertel vor fünf auf, und jeden Abend bringt sie spätestens um halb zehn die zwei Jüngsten ins Bett. Sie legt sich meistens kurz darauf auch schlafen.

Alleinerziehende Mütter wie Elizabeth Weber, Nicole Oeschger und Jennifer Schmutz haben wenig Zeit. Sind eingespannt und müssen funktionieren. Das müssen andere auch. Aber Singlemütter hetzen von Krippe zu Arbeitsplatz und manchmal auch noch zum Arbeitsamt. Sie tun das in aller Stille und allein. Im toten Winkel.

SOS Beobachter: Spendenmöglichkeiten

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Weitere Informationen zur Stiftung: 
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Veröffentlicht am 2010 M11 22