Ertappt! Der grelle Blitz im Rückspiegel verheisst wenig Gutes. Er hat in der Regel eine Busse zur Folge. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung kostet minimal 40, im Extremfall über 1000 Franken.

Jetzt lässt ein Artikel des Nachrichtenmagazins «Spiegel» die Autoraser aufhorchen. Die Untersuchung eines Staatsanwalts stellt den deutschen Radarfallen nämlich ein besorgniserregendes Zeugnis aus. Bedingt durch fehlerhafte Geräte und Messmethoden sei die Fehlerquote bedenklich hoch, sagt der Strafverfolger. Es könne schon mal vorkommen, dass das Messergebnis das Doppelte der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit anzeige.

Zwei der kritisierten Geräte werden tatsächlich auch in der Schweiz eingesetzt. Doch unsere Raser haben sich zu früh auf die Generalabsolution gefreut. Jedes einzelne Radargerät wird nämlich vom Eidgenössischen Amt für Messwesen eingehend getestet; jährlich wird es frisch geeicht.

Allerdings gibt auch Walter Fasel vom Amt für Messwesen zu: «Jedes Gerät misst nur so gut, wie man es einsetzt.» So können Reflexionsprobleme dazu führen, dass das falsche Auto geblitzt wird. «Die Problematik ist der Polizei aber bekannt», sagt Fasel, «und diese ist bestens geschult.» Schlechte Karten also für Raser.

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