Studie zeigt: Vorbildlich im Alltag, blind bei der Rente
Im Alltag hat man die Finanzen im Griff, doch die Altersvorsorge wird verdrängt: Zwei Drittel lassen ihren PK-Ausweis ungelesen liegen. Eine Studie belegt den blinden Fleck der Schweizer beim Geld und zeigt, wie sich Lücken vor der Rente effektiv schliessen lassen.

«Wer bei der Vorsorgeplanung früh ansetzt, kann enorm viel bewirken», sagt Olivier Serex, Leiter Finanzplanung der Migros Bank.
Einnahmen und Ausgaben unter Kontrolle halten, Rechnungen pünktlich bezahlen, monatlich etwas zur Seite legen: Wenn es um das alltägliche Budget geht, agieren die Menschen in der Schweiz äusserst diszipliniert. Schulden oder Kredite sind verpönt, das Geld bleibt zusammen. Doch sobald der Blick weiter in die Zukunftsplanung gerichtet wird, verblasst diese pragmatische Haltung.
Diese Diskrepanz belegt der neue «Monitor Finanzkompetenz» der Migros Bank, für den das Forschungsinstitut gfs.bern 3572 Personen in der gesamten Schweiz befragt hat. Das Ergebnis offenbart einen erstaunlichen Gegensatz: Während sich 70 Prozent der Befragten im Alltag intensiv mit ihren Finanzen beschäftigen, sinkt das Engagement bei der Altersvorsorge auf rund 60 Prozent. Jede zehnte Person gibt sogar an, sich fast gar nicht mit dem Thema Ruhestand auseinanderzusetzen.
Beim Ersparten fühlen sich viele sicher. Doch der Eindruck täuscht: Wer monatlich Geld für die Vorsorge auf die Seite legt, schiebt die weitreichenden Entscheide oft vor sich her. Die jährliche Einzahlung in die Säule 3a gehört zwar für mehr als die Hälfte der Befragten zum Standard, deckt aber meist nur einen Teil des Bedarfs ab.
Sobald Unterlagen mehr als ein paar Kennzahlen enthalten, regiert das Verdrängen. Ein ernüchterndes Detail der Studie zeigt das Problem: Nur gerade 33 Prozent der Befragten haben sich schon einmal vertieft mit den Vorsorgelücken auf ihrem Pensionskassenausweis beschäftigt. Zwei Drittel lassen dieses Dokument ungesehen im Ordner liegen.
«Das ist ein menschliches, aber teures Versäumnis», sagt Olivier Serex, Leiter Finanzplanung bei der Migros Bank. «Im Alltag erleben wir die Konsequenzen unseres Handelns sofort beim Blick aufs Konto. Die Quittung für eine vernachlässigte Altersvorsorge erhalten wir hingegen erst Jahre später.»
Auf einen Blick

Wer rechtzeitig plant, blickt der Pensionierung entspannt entgegen. Die Migros Bank unterstützt Sie bei allen Finanzfragen rund um den Ruhestand.
Das Aufschieben hat selten mit Faulheit zu tun, sondern mit Respekt vor den komplizierten Regeln. Wer seine Vorsorgelücken jedoch ignoriert, verpasst Ertragschancen beim Vermögensaufbau und zahlt oft unnötig viel Steuern.
Dabei stehen wirksame Instrumente bereit. Bessere Erträge verspricht bereits die richtige Anlagestrategie in der Säule 3a: Wer sein Geld über Jahrzehnte rein auf dem Zinskonto parkiert, verliert durch die Inflation an Kaufkraft. Passende Anlagefonds holen hier deutlich mehr heraus. Zudem bietet die Option, verpasste 3a-Einzahlungen aus Vorjahren nachzuholen, einen kräftigen Hebel. Freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse schliessen nicht nur Rentenlücken, sie erhöhen auch das Alterskapital sowie die Absicherung bei Invalidität oder Tod und reduzieren gleichzeitig die Steuerlast spürbar.
Ob sich ein PK-Einkauf lohnt, eine Staffelung beim Kapital- oder Rentenbezug sinnvoll ist oder wie das Eigenheim im Alter tragbar bleibt, lässt sich allerdings nur beantworten, wenn das Gesamtbild steht.
«Wer die eigenen Zahlen kennt, verwandelt Unsicherheit in Handlungsfreiheit», betont Olivier Serex. «Ein transparenter Blick auf die Vorsorge zeigt oft überraschende Spielräume auf. Wer frühzeitig ansetzt, kann mit gezielten Schritten enorm viel bewirken. Eine gute Beratung nimmt die Komplexität aus dem Thema, ordnet die Zahlen und erstellt einen Aktionsplan, der zum jeweiligen Lebensentwurf passt.»
Der Weg aus dem blinden Fleck erfordert weder ein Finanzstudium noch Tage am Schreibtisch. Ein kurzer Selbstcheck reicht für den Anfang, um zu erkennen, wo die eigenen Hausaufgaben liegen.
Der 4-Punkte-Check für Ihre Vorsorge

Können Sie eine dieser Fragen nicht spontan mit «Ja» beantworten, lohnt sich eine Standortbestimmung:
- Säule 3a: Nutzen Sie bei der Säule 3a eine Anlagestrategie, die zu Ihrem Zeithorizont passt, und schöpfen Sie Möglichkeiten für Nachzahlungen oder PK-Einkäufe voll aus?
- Investieren: Wenn das Sparguthaben drei Monatslöhne übersteigt und kein konkretes Sparziel ansteht: Haben Sie geprüft, einen Teil des Vermögens anzulegen?
- Vorsorgelücke: Wissen Sie, mit wie viel Prozent Ihres letzten Lohns Sie nach der Pensionierung aus AHV und Pensionskasse rechnen können?
- Wohnen: Haben Sie durchgerechnet, ob Ihre Hypothek auch mit dem reduzierten Renteneinkommen die Kriterien der Bank erfüllt?
Hinweis: Diese Informationen richten sich zu Werbezwecken an Personen mit Domizil in der Schweiz und ohne Steuerpflicht in den USA. Sie stellen kein Angebot, keine Einladung zum Erwerb oder zur Veräusserung von Finanzinstrumenten und auch keine persönliche Empfehlung oder Anlage-, Steuer- und Rechtsberatung dar.
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