Uber den Wolken ist die Freiheit nicht mehr grenzenlos: In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres haben die von Swisscontrol Zürich kontrollierten Flugbewegungen gegenüber derselben Periode im Vorjahr um mehr als zwölf Prozent zugenommen. Prognostiziert waren bloss rund fünf Prozent.

Die 61 Flugverkehrsleiterinnen und -leiter im Zürcher Tower haben letztes Jahr 303034 Flugzeuge starten oder landen lassen. Das entspricht einem Tagesdurchschnitt von 830 Flugbewegungen. «Heute leiten wir», so Fluglotse Sigi Ladenbauer, «an die 900 pro Tag.» Auf den Spitzenmonat Juli entfielen im letzten Jahr nicht weniger als 27996 Flugbewegungen. «Dieses Jahr», so Swisscontrol-Pressesprecher Eric Gasser, «werden es deutlich über 30000 sein.»

Ebenfalls deutlich angezogen haben die durch die Flugsicherung verursachten Verspätungen: Während im Januar die Flugzeuge im Schnitt bloss knappe zwei Minuten zu spät abhoben, waren es im April bereits sechseinhalb Minuten. Die Einführung der neuen Flugrouten und eines neuen Flugsektors im Mai, so Gasser weiter, werde sich jedoch positiv auswirken, da damit die Kapazität des Luftraums im Einzugsgebiet des Zürcher Flughafens deutlich erhöht werden konnte. «Wir sind zuversichtlich.»

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Die Flugsicherung ist jedoch nur ein Faktor von vielen: Unplanmässige Wartezeiten wird es deshalb auch im Feriensommer 2000 für die Passagiere geben.