15_00_bp_tier.jpg«Tiere haben eine Seele, gar keine Frage.» «Es ist eine Schande, dass Tiere in der Schweiz als Sachen gelten.» «Gratulation zur Unterstützung dieser notwendigen Initiative!» Noch immer reagieren Leser und Leserinnen auf die Beobachter-Titelgeschichte «Das Tier als Sache? Nein!» (Nr. 6). Auf den Initiativbögen sind bis heute allein beim Beobachter gegen 35000 Unterschriften zurückgekommen.

Antoine Goetschel, Geschäftsführer der Stiftung für das Tier im Recht, ist zufrieden: «Wir sind guter Dinge. Zahlreiche Tierärzte haben Bögen in ihren Wartezimmern aufgelegt. Die Hundefreunde waren sehr aktiv, und auch der Tierschutz hat zahlreiche Standaktionen durchgeführt.»

Zur Erinnerung: Verlangt werden unter anderem die Besserstellung von Findeltieren, eine angemessene Deckung der Unfallkosten durch die Versicherungen sowie ein Verbot, Tiere bei Pfändungen als Pfand einzusetzen.

Wenn alles pannenfrei abläuft, sollten die 100000 Unterschriften am 4. Oktober, dem Welttierschutztag, der Bundeskanzlei übergeben werden können. Dass sich die Politiker diesmal anders als in der Wintersession 1999 ernsthaft mit der Thematik auseinander setzen, ist abzusehen. Die ständerätliche Kommission hat die «seelenverwandte» Tierinitiative von Dick Marty mit nur gerade einer Gegenstimme angenommen. Ein deutliches Zeichen.

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