Der Kommentar des Medgate-Ärzteteams:

Die Menière-Krankheit äussert sich in Anfällen von plötzlich auftretendem Drehschwindel mit Übelkeit bis zum Erbrechen, die ohne erkennbaren Anlass zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten können. Sie dauern minuten- bis stundenlang an und wiederholen sich in unterschiedlich grossen Abständen. Das Schwindelgefühl kann so stark ausgeprägt sein, dass der Patient nicht mehr stehen kann. Zusätzlich besteht ein fluktuierender (zeitweise auftretender) Hörverlust verbunden mit Ohrensausen (Tinnitus) und einem Druckgefühl im betroffenen Ohr.

Für die Diagnose sind genaue Untersuchungen notwendig: ausführliche Krankengeschichte (Anamnese), Gleichgewichtsprüfung, Hörtest, Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit. In seltenen Spezialfällen können bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) hilfreich sein. Es gibt bislang noch keine Medikamente, die die Anfälle verhindern können, einige Medikamente können jedoch die Symptome deutlich lindern. Der Arzt wird Sie jedoch ausführlich über die Erkrankung informieren und mit Ihnen Verhaltensmassregeln ausarbeiten.

Der unberechenbare Verlauf dieser Erkrankung, deren Ursachen noch unbekannt sind, macht Aussagen über Prognose und individuelle Wirksamkeit der angewandten Therapieformen problematisch. Berufe mit hoher Anforderung an den Gleichgewichtssinn (Arbeiten auf ungesichertem Gerüst, Taucher) oder bei denen die Beförderung von Personen erforderlich ist (Pilot, Busfahrer), dürfen nicht ausgeübt werden.

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Links:

oto.wustl.edu/men

(UNI-Klinik Missouri, USA; auf Englisch)

www.menieres.org

(Web Site mit Chat, Links und Infos auf Englisch)


(AWMF-Leitlinien)


(guter Übersichtsartikel)