Das fängt ja gut an. «Da das Kentern und Verlassen des Bootes öfters vorkommen kann, muss man bei der Bergung des Materials das Risiko von Prellungen in Kauf nehmen», warnt der Prospekt. Tatsächlich scheint es nicht das primäre Ziel der Bootsführer zu sein, die Passagiere trocken ans Ziel zu bringen. Zuweilen geht auf der Schlauchbootfahrt jemand über Bord. Etwas Action muss schon sein.

Schauplatz des nassen Geschehens ist nicht etwa ein wilder Fluss, sondern ein nicht mehr benutzter Abschnitt des Rhein-Rhone-Kanals bei Huningue (Elsass), nur wenige hundert Meter von der Schweizer Grenze entfernt. Vor zehn Jahren entstand hier der «Parc des Eaux Vives» eine 350 Meter lange, künstliche Wildwasserstrecke mit allen Schikanen.

Für Anfänger gibt es neben einer Schlauchboot-Schnupperfahrt (nur an Sonntagen) auch zweistündige Einführungskurse (nur an Werktagen und mit Voranmeldung). Wer Vorkenntnisse mitbringt, kann das Abenteuer auf eigene Faust wagen und nur die Ausrüstung (Kanu, Kajak) mieten. Beliebt sind auch die Hydrospeedbretter: Mit Neoprenanzug und Helm gehts bäuchlings das Wildwasser hinab.

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Für das Abenteuer muss man mindestens zehn Jahre alt sein und 25 Meter schwimmen können. Nichtschwimmern stehen eine Kletterwand mit Wasserfall und ein Pétanqueplatz zur Verfügung.

Adresse und Infos

Anfahrt: Von Basel aus verkehrt werktags die Buslinie 603 nach Hüningen (Haltestelle Schifflände; fährt unregelmässig, siehe www.bvb-basel.ch). Mit dem Tram Nr. 11 gelangt man fast bis zur Grenze (Haltestelle Hüningerstrasse): Von dort aus sind es zu Fuss noch zirka 1,2 Kilometer.

Öffnungszeiten: Im Sommer täglich von 9 bis 18 Uhr; Dienstag, Donnerstag und Freitag bis 21 Uhr

Preise: Schlauchboot-Schnupperfahrt: 20 Franken (nur sonntags); Schlauchboot-Einführungskurs: 65 Franken (mit Voranmeldung); Miete für Kanu, Kajak und Hydrospeedbretter: 20 Franken

Informationen: www.ville-huningue.fr

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