Gipserin, Maler, Elektriker, Bodenlegerin – bei umfassenden Renovationen benötigt man schnell ein halbes Dutzend Handwerkerinnen und Handwerker. Ist das Projekt überschaubar, geht es meist ohne Architektin. Was es aber braucht: Offerten für alle grösseren Arbeiten. Bevor man ein Unternehmen für einen Augenschein vor Ort aufbietet, taucht schon die erste Frage auf: Sind Offerten gratis? In der Regel schon, sagt das Gesetz: Eine Offerte ist lediglich die Einladung eines Handwerksbetriebs zum Vertragsabschluss mit ihm.

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«Es gibt keine Regel dafür, ab wann eine Offerte etwas kostet», sagt Othmar Helbling von der HBQ Bauberatung in Rapperswil-Jona SG im Gespräch mit dem Beobachter. Es sei Sache der Handwerksfirmen, die Kundschaft vorab auf eventuelle Kosten hinzuweisen. So kann es etwa sein, dass ein Unternehmen sich bei einer sehr aufwendigen Offerte vorbehält, die Kosten zu verrechnen, falls kein Auftrag resultiert. Bei typischen Renovationsarbeiten – wenn etwa Wände zu streichen oder ein Parkettboden zu verlegen ist – kann man hingegen davon ausgehen, dass die Offerten kostenlos sind.