
Veröffentlicht am 31. August 2022 - 15:27 Uhr

Die schlechte Nachricht: Auch wenn die Preise steigen , gibt es nicht automatisch mehr Lohn. Es sei denn, Sie hätten in Ihrem Arbeitsvertrag einen Teuerungsausgleich vereinbart. Die gute Nachricht: Nach einer Lohnerhöhung kann man immer fragen. Verschiedene Expertinnen und Experten sagen, wie man dabei richtig vorgeht und warum nicht nur Geld ein Thema sein muss.
Expertentipp #1: Gemeinsam ist man stark
Daniel Lampart, Schweizerischer Gewerkschaftsbund:
«Lohnverhandlungen bei Inflation sind das Normalste der Welt. Wir haben es nur vergessen oder noch nie erlebt. Es ist immer schlauer, gemeinsam vorzugehen und sich für die Lohnverhandlungen Verbündete zu suchen
– in einer Gruppe von Arbeitskollegen oder mit Hilfe einer Gewerkschaft oder der Personalkommission im Betrieb. Das hat den Vorteil, dass man mehr Druck ausüben kann und dass auch diejenigen profitieren, die sonst eher zu kurz kommen – beispielsweise ältere Arbeitnehmende oder solche, die es sich nicht leisten können, den Job zu wechseln. Wichtig ist, dass man genau weiss, was man will, und das auch klar formuliert. Wo es eine Personalkommission gibt, hat diese oft die Aufgabe, Lohnverhandlungen zu führen. Wichtig ist, dass man sich mit dieser abspricht – oder sich sogar selbst wählen lässt.»