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KMU-VerbandKritiker einfach verstossen

Der Schweizerische KMU-Verband (SKV) hat zwei Mitglieder suspendiert. Sie hatten kritisiert, dass die an der Mitgliederversammlung vom 8. März genehmigten Statuten widerrechtlich seien.

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Die Statuten sehen vor, dass der Vorstand sich selber wählen kann – ­eine Kompetenz, die laut ­Gesetz nur die Mitgliederversammlung hat. Eine Suspendierung von Mitgliedern ist in den Statuten hingegen nicht vorgesehen. Der SKV rühmt sich, 8700 KMU in der Schweiz zu vertreten, weist aber tatsächlich nur knapp 2000 zahlende Mitglieder auf (siehe Artikel zum Thema Schweizerischer KMU-Verband: Ein sehr privater Verband).

Markus Arnitz, einer der Betroffenen, hat die Beschlüsse der Versammlung mittlerweile gerichtlich angefochten. Über die Gründe für die Suspendierung der Mitgliedschaft von ihm und seinem Mitstreiter Daniel Trappitsch gibt es zwei Versionen. SKV-Präsident Josef Rothenfluh ­erklärt, die beiden seien dadurch frei, «einen eigenen, besseren Verband aufzubauen, wie sie das offensichtlich im Sinn haben». SKV-­Geschäftsleiter Roland Rupp sagt: «Die Mitgliedschaft der zwei Herren wurde ausgesetzt, weil sie dem KMU-Verband geschadet haben.» Arnitz und Trappitsch hätten via Facebook alle dort eingetragenen Fans des SKV kontaktiert. Das habe dem Verband zahlreiche negative Reaktionen eingebracht.

Veröffentlicht am 24. April 2012

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7 Kommentare

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Helmut Appl
Oder kurz gefasst: Bei diesem Ansinnen, dass dann noch erwartet wird, man möge alles ernst und für bare Münze nehmen, verschlägt es einem ob der Argumentation durchaus die Sprache. Bringen Sie Ihre Argumente offen, ehrlich und sachlich vor und auch ich bin gerne bereit, mich damit offen, ehrlich, sachlich auseinanderzusetzen.

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Helmut Appl
Werter Herr Arnitz, nochmals: Wer in der Öffentlichkeit Vorwürfe vorbringt, muss diese auch mit den entsprechenden Fakten in der Öffentlichkeit untermauern. Alles andere ist schlicht und ergreifend unseriös und es ist davon auszugehen, dass es der Person einzig und allein darum geht, die Organisation und die Mitglieder zu schädigen. Sie selbst haben Ihren persönlichen Konflikt mit der Geschäftsstellenleitung in die Öffentlichkeit getragen und ignorieren selbst also ihre eigene, vorgeblich hehre Vorgabe, dass es nur die Mitglieder des Verbandes etwas angehen würde. Wie kann man selbst von Offenheit und Integrität sprechen und selbst ein dem entgegen gerichtetes Verhalten und Vorgehen an den Tag legen und dann noch darauf hoffen, dass die vorgebrachten "Argumente" ernst genomm...

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Thomy Beckmann
Als langjähriges Mitglied des SKV und als Unternehmer bin über die Publikationen des Beobachters enttäuscht. Ich frage mich was diese Zeitung damit bezweckt. Ich war immer der Meinung, dass der Beobachter aufdeckt entlarvt und Recht verschafft. Der erste Artikel beruht auf Angaben von Herrn Markus Arnitz. Herr Arnitz wird seine Gründe für sein Vorgehen haben, auch wenn ich diese nicht nachvollziehen kann. Dagegen frage ich mich, was dieser Artikel bezweckt? Der Titel verspricht etwas, das der Artikel nicht hält. Wir alle kennen ähnliche Blätter, die so funktionieren. Ist das der Sinn Ihres Blattes. Ich fühle mich als KMU durch den SKV sehr gut vertreten. Die Unternehmertreffen suchen ihresgleichen. Mein Wunsch wäre das sich der Schtreiber dieses Artikels wieder Themen zuwendet.

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Helmut Appl
Wie erwartet ein Ministurm im Puppenglas. Als interessierter Leser wundert man sich nur mehr, vor allem wenn man die Anschuldigungen, die Art und Weise des Vorbringens, die umfangreichen Stellungnahmen des SKV und die diversen Kommentare liest. So wurde Herr Arnitz mehrfach ua auf facebook aufgefordert, seine Vorwürfe mit Fakten zu belegen und diese offen zu legen. Dies hat er nie gemacht, sondern immer wieder nur gepostet, dass diese "Dossiers" auf persönliche Anfrage hin zugestellt werden würden. Wer öffentlich Vorwürfe in den Raum stellt, sollte auch in der Lage sein, diese Vorwürfe öffentlich mit Fakten zu belegen. Alles andere legt doch sehr stark den Schluss nahe, dass einfach mit Schlamm um sich geworfen wird, getreu dem Motto: Irgendwann wird schon was hängen bleiben.

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