Äusserst aufregend, was die kleinen Schulanfänger bald erwartet. Eigentlich ist die Freude gross, aber manchmal schwingt auch etwas Angst vor dem ersten Schultag mit. Wie wird es in der Schule sein? Wird die Lehrerin streng sein? Darf das Gspäändli Einschulung Mit dem Freund zur Schule? auf dem Nachbarplatz sitzen?

In dieser Phase können Eltern eine grosse Stütze sein. So fällt es Kindern leichter, selbstbewusst in den neuen Lebensabschnitt zu starten. Was dabei vor allem zählt:

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Über den neuen Alltag sprechen

Die Eltern sollten bereits im Vorfeld mit ihrem Kind über dessen Vorstellungen vom Schulalltag sprechen:

  • Wie wird wohl das Schulzimmer aussehen?
  • Was geschieht am ersten Tag?
  • Kennt es schon Kinder, die das selbe Schulhaus besuchen?
  • Welchen Znüni möchte es mitnehmen?
  • Was ist wohl gleich und was anders als im Kindergarten?
  • Kann es schon in den Sommerferien mit einem zukünftigen Gspäändli abmachen oder einmal auf dem Schulhausplatz spielen gehen?

Durch konkretere Vorstellungen über die Zukunft entsteht Sicherheit, Mut und Selbstvertrauen.

Vorfreude aufbauen

Wer freudig in den Schulalltag startet, tut sich leichter. Das gemeinsame Einkaufen von Schulmaterial, dem Schulthek und dem Turnbeutel ist ein Erlebnis für jedes Kind. Zeigt das Kind trotzdem keine Vorfreude, sollten die Eltern nachfragen, warum es sich nicht wohl fühlt oder wovor es Angst hat.

Offen miteinander sprechen

Eltern sollten ihr Kind ermuntern, über seine Gefühle zu sprechen Über Gefühle sprechen Kind! Sag uns, was du fühlst . Das hat nichts mit Ausfragen zu tun – sie signalisieren damit, dass sie ihr Kind ernst nehmen.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und sprechen auch Sie über die eigenen Gefühle. Je mehr ein Kind an eine offene Kommunikation gewöhnt ist, desto besser drückt es sich aus – und kann allenfalls Ängste und Sorgen benennen. Das ist sicher etwas, was ihm beim Schulstart helfen wird.

Durchhaltevermögen fördern

Sich längere Zeit einer Aufgabe zu widmen, fällt vielen Kindern bei Schulstart noch schwer. Das kann man in der Familie aber üben, denn Geduld ist lernbar. Ob das Warten in der Schlange an der Kasse, Stillsitzen bei gemeinsamen Mahlzeiten oder bei einer Geschichte zuzuhören ohne dazwischen zu reden, all das sind kleine Übungen zur Vorbereitung. Auch eine tägliche «stille Zeit » von 15 bis 30 Minuten ist hilfreich, in der das Kind zwar tun kann was es will, aber niemanden stören darf.

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Verantwortung übernehmen

Schulkinder müssen die Hausaufgaben im Kopf behalten, an ihre Turnsachen denken und auch lernen, auf dem Schulweg nicht zu trödeln. Eltern sollten ihrem Kind deshalb ruhig schon früh leichte Aufgaben im Haushalt auftragen, wie etwas Tisch decken oder Abwaschmaschine einräumen. Auch Dinge im Laden selbständig suchen und in den Einkaufswagen legen oder bei Freunden übernachten unterstützt die Selbstständigkeit Erziehung So stärken Sie das Selbstbewusstsein des Kindes , die das Kind in der Schule braucht. Gleichzeitig vermittelt es hm das Gefühl: «Ich kann das schon alleine, ich bin ja jetzt schon gross».

Frustrationstoleranz aufbauen

Verlieren, ohne gleich aufzugeben, Kritik aushalten und auch mal akzeptieren, dass man nicht immer zu den Besten gehört, das sind Fähigkeiten, die den Schulalltag erleichtern. Auch darin kann man sich üben, wenn Eltern etwa das Kind bei Wettkämpfen nicht generell gewinnen lassen Mit Kindern spielen Verlieren gehört zum Leben dazu .

Soziales Miteinander üben

In der Schule muss das Kind sich an Regeln halten – auch in der sozialen Interaktion: Mit anderen Kindern rücksichtsvoll umgehen Streitende Kinder Wann sollen sich Eltern bei Zoff einmischen? , Hilfsbereitschaft zeigen und dabei zwischen Recht und Unrecht unterscheiden sind wesentliche Eckpfeiler des schulischen Miteinanders. All das sollte zu Hause geübt und vorgelebt werden.

Sicherer Schulweg

Schulkinder sollen den Schulweg ohne die Eltern zurücklegen, denn der Schulweg ist auch ein Erlebnisweg Schulweg Ein grosser Schritt für Kleine . Damit dies gefahrlos gelingt, sollte der Schulweg gemeinsam geübt und Gefahren sollten besprochen werden. Die ersten Tage können die Eltern das Kind begleiten und danach aus der Distanz beobachten, bis es sich sicher fühlt. 

Verkehrssicherheit

Zum Einüben des Schulwegs gehört das Verkehrstraining. Wichtig sind folgende Punkte:

  • Es gilt der alte, aber eingängige Spruch: "Warte, lose, luege, laufe!" Vor dem Betreten der Strasse stehen bleiben, nach Links und Rechts schauen und den Verkehr genau beobachten. Ist nichts Gefährliches in Sicht, lauschen, ob ein Motor zu hören ist. Erst losgehen, wenn die Strasse frei ist.
  • Beim Überqueren einer Strasse den Blickkontakt mit den Autofahrern suchen und erst loslaufen, wenn das Auto ganz angehalten hat - Rad steht, Kind geht!
  • Falls vorhanden einen Zebrastreifen benutzen – auch wenn das mit einem kleinen Umweg verbunden ist.
  • Nie über die Strasse rennen, weil auf der anderen Seite ein Gspäändli ruft.
  • Nie zwischen geparkten Autos spielen oder von dort auf die Strasse laufen.
  • Bei Ein- und Ausfahrten besonders vorsichtig sein, denn hier können plötzlich Autos kommen.
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Werden Kinder eingeschult, ist das nicht nur für die Kleinen ein bedeutender Einschnitt ins Leben. Guider bietet Eltern wertvolle Tipps rund um die Schule: Erfahren Sie als Beobachter-Abonnentin unter anderem, wie Sie zu einem angenehmen Lernklima beisteuern können und welche Mittel Ihnen bei Unzufriedenheit mit der Schule offenstehen.

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