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LauterbrunnentalLauterbrunnen – Staubbachfall – Stechelberg

Das Lauterbrunnental besticht durch seine Wasserfälle und die malerische Landschaft. Die Wanderrouten sind leicht zugänglich, ideal für einen ausgiebigen Spaziergang.

von aktualisiert am 04. Juli 2017

Route

Bahnhof Lauterbrunnen (795 Meter) - Staubbachfall - Trümmelbachfall - Ägertenbachfall - Mürrenbachfall - Bushaltestelle Stechelberg (910 Meter); Distanz: 8,5 Kilometer.


Gehzeit

2 Stunden; für den Besuch der Trümmelbachfälle 1 Stunde Zeit einberechnen.


Charakteristik

Leichte Wanderung, die sich selbst mit Kinderwagen machen lässt. Achtung: Der Abstecher zum Staubbachfall ist steil und zum Teil glitschig (gutes Schuhwerk nötig).


Jahreszeit

Das ganze Jahr über, im Winter als Winterwanderweg unterhalten. Die Trümmelbachfälle im Berginnern sind nur von April bis November, von 9 bis 17 Uhr, geöffnet.


Karte

LK Blatt 1248 Mürren, 1: 25'000

 

An- und Rückreise

Öffentlicher Verkehr
Mit dem Zug nach Lauterbrunnen.

Mit dem Auto
von Basel/Zürich/Genf/Bern über die Autobahn A6 oder von Luzern/Zürich über die A8 via Interlaken nach Lauterbrunnen (grosses Parkhaus beim Bahnhof). Von der Bushaltestelle Stechelberg zurück nach Lauterbrunnen.

Tourenbeschreibung

Die Wanderung ist einfach, flach und selbst mit Kinderwagen problemlos zu absolvieren – also wohl eher ein Spaziergang, dafür im «schönsten Trogtal der Schweizer Alpen», wie Touristiker das Tal preisen.

Vom Bahnhof in Lauterbrunnen führt der Weg der Hauptstrasse entlang durch das Dorf. Erster Halt: beim berühmten Staubbachfall, wo ab Mitte Juli eine Informationstafel historische wie wissenschaftliche Hintergrundinformationen zum Naturphänomen liefert. Wer das Wasserspiel aus nächster Nähe betrachten will, steigt auf dem schmalen Zickzackweg zur Felswand mit Galerie hoch. Weiter gehts auf dem asphaltierten Strässchen, vorbei an zwei weiteren Wasserfällen, Spissbach- und Buchenbachfall – nach Buchen, wo der Weg zu den Trümmelbachfällen, gemäss Bundesinventar ein «Naturdenkmal von nationaler Bedeutung», abzweigt.

Die Gletscherwasserfälle im Berginnern sind mit einem Tunnellift zugänglich gemacht und beleuchtet. Der Fall entwässert die Gletscherwände von Eiger, Mönch und Jungfrau, bis gegen 20'000 Liter Wasser pro Sekunde donnern durch die enge Schlucht. Das ist nicht nur eindrücklich, sondern auch laut – so laut, dass kleinere Kinder Angst kriegen können. Überhaupt ist Vorsicht geboten. Diesen Mai verunglückte ein 12-jähriger Amerikaner in der Schlucht tödlich: Der Junge hatte offenbar bei der obersten Plattform einen Schuh verloren und war beim Versuch, diesen wiederzukriegen, übers Gelände gestiegen, ausgerutscht und die tosenden Fluten gestürzt.

Der Routenplan

Erholung vom schauerlichen Getöse in der Schlucht findet man im Gastgarten des noblen Selbstbedienungsrestaurants der Familie von Almen, die die Trümmelbachfälle bewirtschaftet. In den hohen Räumen ist der Geist der Belle-Epoque noch spürbar: hübsche hellblaue Tapeten, Blumen überall, und das Kuchenbuffet – mit hausgemachten Torten, Muffins und Cookies – begeistert nicht nur die Gäste aus England und den USA: die Trümmelbachfälle sind bei Indern und Japanern ein beliebter «photo spot».

Von den Trümmelbachfällen geht es weiter zum Camping Breithorn, rechts über Camping und Fluss, die Weisse Lütschine, zurück auf den asphaltierten Wanderweg und weiter zur Bushaltestelle Hotel Stechelberg. Im Gastgarten, wo währschafte Kost aufgetischt wird, kann man getrost auf den letzten Bus warten: Er verlässt Stechelberg um 22.18 Uhr.

Wer Appetit auf noch mehr Wasserfälle verspürt: Von Stechelberg aus lassen sich Bergwanderungen ins hintere Lauterbrunnental machen – zum Beispiel auf einem der sechs Themenwege, auf denen man «Sagen», «Wasserfällen», «Kraftorten» oder «Fauna&Flora» nachspüren kann. Auch übernachten lässt es sich stilvoll im hinteren Lauterbrunnental, Teil des UNESCO-Welterbes: das Berggasthaus Obersteinberg – mit eigener Alpkäserei – ist eines der letzten «Kerzenhotels» der Schweiz: Hier wird noch bei Kerzenlicht und Petroleum gespiesen und genächtigt.

Übernachten & Essen

  • Hotel Stechelberg, Telefon 033 855 29 21, www.hotel-stechelberg.ch
  • Restaurant Trümmelbachfälle: Telefon 033 855 32 32
  • Berggasthaus Obersteinberg, (2,5 Stunden Fussmarsch ab Stechelberg, Zimmer und Massenlager), Tel. 033 855 20 33
  • Berggasthaus Tschingelhorn, (2 h Fussmarsch ab Stechelberg, Zimmer und Massenlager), Telefon 033 855 13 43, www.tschingelhorn.ch

Weitere Informationen


Landkarte

GoogleMaps


SBB-Fahrplan

sbb.ch


Wetterbericht

MeteoSchweiz


Nützliche Websites


Historische Wanderwege

www.viacook.ch
www.viastoria.ch
www.kulturwege-schweiz.ch


Literaturtipps

  • Infos mit Wandervorschlägen, etwa die Broschüre «Themenwege UNESCO Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn», sind gratis beim Verkehrsbüro Lauterbrunnen erhältlich.
  • Christian Schwick, Florian Spichtig: «Die Wasserfälle der Schweiz»; mit Wanderungen zu den 120 schönsten Wasserfällen, AT-Verlag, Aarau, 2012, CHF 46 Franken
  • Edelbert Kummer: «Welterbe Jungfrau – Aletsch – Bietschhorn. Wanderungen durch urtümliche Berglandschaften», BWW, Bern, 2005, CHF 28.90
  • Eugen E. Hüsler: «Berner Oberland»; mit Tourenkarten zum Herausnehmen. Bruckmann, 2011, CHF 21.90
  • Max Huggler: «Das Lauterbrunnental in der Malerei», Wyss, Bern, 1978 (nur noch antiquarisch erhältlich)