«Ja zum Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» – unter diesem Titel wurde Anfang Woche eine eidgenössische Volksinitiative lanciert. Hinter dem Initiativkomitee stehen verschiedene rechts-konservative Politiker sowie das Basler Elternkomitee, das bereits letztes Jahr eine Petition mit über 90'000 Unterschriften zusammentrug und damit eine grosse und emotionale Debatte zum Aufklärungsunterricht an Schweizer Schulen anstiess.

Die Initianten der eidgenössischen Initiative wollen Sexualkundeunterricht für Kinder unter neun Jahren verbieten und obligatorischen Aufklärungsunterricht erst ab der Mittelstufe zulassen. Dieser soll sich zudem auf die biologischen Aspekte der menschlichen Fortpflanzung und Entwicklung beschränken.

Sie befürchten, dass frühe Aufklärung zu einer Sexualisierung der Kinder führe, dies indem Unterrichtsmaterialien «mit pornografischem Inhalt» bereitgestellt würden. Davor gelte es die Kinder zu schützen.

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Die Faktenlage und der schulische Alltag zeigen allerdings ein ganz anderes Bild. Der Beobachter hat Anfang Jahr zwei Sexualpädagogen bei der Arbeit mit einer Mittelstufenklasse begleitet und die gängigsten Gerüchte und Halbwahrheiten mit Fakten konfrontiert. Lesen Sie dazu den Artikel
«Wääh, gruusig!»