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Deliktorientierte TherapieHart, aber herzlich

Jugendliche Mörder werden im Massnahmenzentrum Uitikon ZH mit Respekt behandelt. Im Gegenzug erwartet man von ihnen Einsicht und harte Arbeit an sich selbst. Ein umstrittenes Rezept – aber ein erfolgreiches.

Von

Er nennt ihn «die Person», seinen ehemaligen Freund, den er so brutal zugerichtet hat. Mit einem Messer, an einem Ort, wo er ihn bewusst hinlockte. Nur kleine Narben habe «die Person» am Hals, sagt Nicolas. Und später, dass er froh gewesen sei zu hören, dass «die Person» noch lebe.

Dass sein Opfer wieder gesund wird, erfährt Nicolas von den Beamten, die ihn drei Tage nach der Tat am Arbeitsplatz abholen und ins Gefängnis bringen. 17 Jahre alt ist er, als er seinen Kumpel niedersticht – ohne dass es dafür irgendwelche Anzeichen gegeben hätte. Bis dahin ist Nicolas ein Jugendlicher wie Tausende andere. Einer mit einem Sekundarschulabschluss, einer Lehrstelle als Automechaniker und Kollegen, mit denen er sich am Bahnhof trifft.

Nicolas, 19, straffällig

Jetzt, zwei Jahre später, hat er die weissen Basketballschuhe fein säuberlich neben die Tür gestellt, sitzt in seinem kargen Zimmer auf dem Bett und knackt nervös mit den Fingern. Über sein Delikt zu sprechen fällt ihm sichtlich schwer. Aber genau das, reden, hinschauen und wieder reden, verlangt man von ihm im Massnahmenzentrum Uitikon (MZU) bei Zürich. Immer und immer wieder.

Gekachelte Isolationszellen im Keller

«Deliktorientierte Therapie» nennt sich das. Einzel- und Gruppentherapien, Bezugspersonengespräche, stets mit demselben Ziel: die Täter so weit zu bringen, dass sie Verantwortung übernehmen für ihre Tat – und damit zu erreichen, dass sie das, was sie getan haben, nie wieder tun.

Gregor Tönnissen, der gross gewachsene Leiter der geschlossenen Abteilung des MZU, lehnt lässig im Türrahmen von Nicolas Zimmer. Nicolas Fall, sagt er mit einem entschuldigenden Blick zum jungen Straftäter, sei etwas «kurios».

«Kurios», weil sich Nicolas nicht so benimmt, wie man es erwartet. Er verhält sich, zumindest am Anfang, «indifferent», wie es im Fachjargon heisst – scheinbar gleichgültig. Der Jugendliche verzichtet auf den Rekurs gegen seine vorsorgliche Einweisung, akzeptiert das Urteil, das auf versuchte vorsätzliche Tötung lautet, obwohl er, wie er selber sagt, das Opfer habe laufen lassen. Auch fügt er sich problemlos in den streng geregelten Tagesablauf der geschlossenen Abteilung. Dabei gibt es täglich tausend Möglichkeiten, gegen die Regeln zu verstossen: ein zu lautes Wort, eine falsche Bemerkung, Trödeln, ein Zigarettenstummel am Boden. Die Sanktionen gehen von gemeinnütziger Arbeit bis zur Isolation in einer der gekachelten Arrestzellen im Untergeschoss. «Die meisten Jugendlichen rebellieren irgendwann», sagt Tönnissen, «fühlen sich ungerecht behandelt, werden wütend.» Nicht so Nicolas.

Der Junge mit den braunen kurzen Haaren ist kooperativ, arbeitet mit, tut, was man ihm sagt. «Unser Job ist es, herauszufinden, wie gross die Gefahr ist, dass die Täter rückfällig werden», sagt Erziehungswissenschaftler Tönnissen, «und bei Nicolas rätselten wir lange.» Mehr als ein Jahr bleibt Nicolas auf der geschlossenen Abteilung. Niemand will die Verantwortung übernehmen, die Vollzugsbedingungen für den so nett und harmlos wirkenden jungen Mann zu lockern.

Nicolas stellt sich konfrontativen Einzelgesprächen, sozialpädagogisch-psychotherapeutisch geleiteten Gruppentherapien, arbeitet in verschiedenen Werkstätten mit. Seine Gewalttat bleibt für seine Bezugspersonen schwer einzuordnen. Man lässt ein externes Gutachten erstellen, um eine schwerwiegende psychische Erkrankung auszuschliessen. Da ist keine.

«Saufen, kiffen, Scheisse machen»

Der junge Schweizer sitzt inzwischen mit seinem Therapeuten im Sitzungszimmer des sogenannten Schlösslis. Der frühere Sitz der Gerichtsherren von Uitikon beherbergt heute die Verwaltung der Jugendstrafanstalt: präsidiales Ambiente mit Sicht auf den Üetliberg. Dorthin, ins Leere, geht Nicolas Blick, das Knacken seiner Finger wird später auf der Tonaufnahme gut zu hören sein. «Vater, Mutter, eine ältere Schwester, die Geburt: alles normal», setzt er an wie einer, der dieselbe Antwort auf die Frage nach dem Warum schon hundertmal gegeben hat. Im Kindergarten ein Autounfall, mit zehn ein weiterer, der ihm die Haut am Oberkörper verbrennt. Der Vater hat Alkoholprobleme, die Mutter lässt sich scheiden. Ein guter Schüler, sportlich, beliebt.

Man muss den Impuls unterdrücken, die Litanei zu unterbrechen, horcht erst wieder auf, als Nicolas sagt: «Dort war der Anfang vom groben Abwärtsgehen.» So reden sie nicht, seine Therapeuten. «Dort» ist die 9. Klasse. Nicolas schmeisst nach und nach alles hin: das Handballspielen, das Thaiboxen, das Engagement in der Schule. «Nur noch Ausgang, saufen, kiffen, Scheisse machen», sagt er. Damals habe er alles in Frage gestellt, irgendwie keinen Sinn mehr gesehen in seinem Leben und sich in einen inneren Bunker zurückgezogen. Nicolas braucht Wörter wie «dahinvegetieren» und sagt Sätze wie «aussen alles normal, innen Stand-by-Modus».

In dieser Zeit wachsen auch die negativen Gefühle gegen seinen Freund. In seinem «Bunker» zimmert er sich seine eigene Wahrheit zusammen, eine, in der es okay ist, jemanden, der einen «aufregt», zu töten. «Jeder Zehnjährige checkt, dass man das nicht darf», sagt Nicolas heute und lacht nervös. Dieses Wissen habe er damals irgendwie verloren.

Marco Gorini, Nicolas Therapeut, fein geschnittene Gesichtszüge und wache Augen, nennt das «unreife Konfliktlösungsstrategie» und spricht von den Schwierigkeiten des Jugendlichen, Gefühle zu erkennen und diese auszudrücken.

Nur ein Drittel wird rückfällig

Anfangs hatte Nicolas Mühe damit, sich als Täter zu sehen. Damit ist er laut Gorini in guter Gesellschaft. «Er hat mich genervt», «sie hat mich provoziert», «er wollte Puff» – das sind Sätze, die er am Anfang fast jeder Therapie zu hören bekommt.

«Gopfertelli», entfährt es der Zuhörerin im Hinblick auf die eigene Verletzlichkeit. Marco Gorini ist dieses Unverständnis gewohnt. Er betont, dass im MZU keine normalen Jugendlichen mit normalen Biographien sässen. Oder mit etwas mehr Fachwörtern: «Viele der jungen Straftäter sind dissozial, leiden unter narzisstischen oder psychopathischen Persönlichkeitsstörungen.» Daher sei es nicht sehr sinnvoll, normale Massstäbe von Erfolg und Misserfolg anzuwenden. Die Erkenntnis, dass man diese jungen Männer weder durch Strafe noch durch Therapie grundsätzlich ändern könne, sei zwar bitter, sagt der Therapeut. Der ganze Aufwand lohne sich aber trotzdem. «Wenn es gelingt, dass diese Täter ihre Defizite erkennen und lernen, damit umzugehen, ist das Bestmögliche erreicht.»

Das Zahlenmaterial dazu ist in der Schweiz zwar nur dürftig, doch es gibt ihm recht: Nur ein Drittel der zu einer Massnahme verurteilten jungen Männer begeht später wieder eine schwere Straftat. Und nur sechs Prozent jener, die ihre Massnahme ordentlich abschliessen, eine mit schwerer Gewalt.

«Grüezi, Herr Eberli, ich vertraue Ihnen», scherzt Nicolas, als er dem Portier sein Portemonnaie unter der Glasscheibe hindurch zuschiebt. Nicolas begleitet uns zurück in die geschlossene Abteilung, aus der er drei Monate zuvor in die «Wohngruppe Freiheitsentzug» übertreten durfte – seine erste Vollzugserleichterung. Portier Eberli betätigt den Türöffner erst, als die Hosentaschen des jungen Mannes leer sind. Geschlossene Türen sind allgegenwärtig im MZU. Gegensprechanlagen, Videoüberwachung auf dem ganzen Gelände. In der geschlossenen Abteilung öffnen und schliessen sich Türen ferngesteuert: «Herr Eberli, Tönnissen. Vier Personen rein. Danke.»

Hier in der geschlossenen Abteilung sieht es ein bisschen aus wie in einem Schulhaus der siebziger Jahre. Erst auf den zweiten Blick gewahrt man die Gitter und den Stacheldraht im Innenhof. Durch den langen Flur schlendern junge Männer in Arbeitskleidung. Einer in Kochschürze schiebt einen Wagen mit grossen Schüsseln über den abgewetzten Parkettboden. Scheinbar stoisch begegnen sie Nicolas. «Guet?», fragen sie, ohne eine Antwort zu erwarten. Schulterklopfen, Hände abklatschen, Posen. Junge Männer, wie man ihnen überall begegnen könnte. Gross gewachsene, kleine, schwarzhaarige, blonde, wache und dumpfe. Diese hier sind Vergewaltiger, Mörder, Räuber.

Zwölf junge Straftäter sind im Moment in der «Geschlossenen» untergebracht. 28 weitere bereiten sich in der halboffenen Abteilung auf das Leben danach vor. Sie alle sind zwischen 17 und 26 Jahre alt und haben als «Schläger», «Monster» oder «Quäler» Schlagzeilen gemacht. Sie flüstern verlegen, wagen einen Scherz und grüssen mustergültig.

«Gegenseitiger Respekt ist zentral für unsere Arbeit», sagt Abteilungsleiter Tönnissen. «Wie können wir von unseren Klienten erwarten, dass sie andere Menschen respektieren, wenn wir es selber nicht tun?»

In diesem Zusammenhang erzählt er gern die Geschichte seines ersten Arbeitstags als junger Erzieher in einer deutschen Jugendstrafanstalt. «Nachdem man mich vorgestellt hatte, stellte sich ein 16-jähriger Hüne vor mich und sagte: ‹Bist du der Neue? Du machst es hier nicht lange.›» So war es dann auch. Viel lieber erinnert sich Tönnissen an seinen ersten Arbeitstag in einer Schweizer Einrichtung für straffällige Jugendliche. «Nachdem ich vorgestellt worden war, kamen die Jugendlichen einzeln zu mir, gaben mir die Hand und stellten sich vor. ‹Wow›, dachte ich, ‹in der Schweiz sind sogar die Verbrecher höflich.›»

Eine nette Anekdote. Aber auch ein Sinnbild dafür, was man hierzulande unter der Reintegration junger Straftäter in die Gesellschaft versteht: den Glauben daran, dass junge Menschen noch in der Entwicklung sind und daher besondere Behandlung verdienen. Auch dann, wenn sie schwere Straftaten begangen haben. Im Leitbild des MZU klingt das so: «Wir haben uns auf ein humanistisches und ressourcenorientiertes Menschenbild verpflichtet. Wir begegnen den bei uns eingewiesenen Klienten mit Respekt und sind davon überzeugt, dass sie lernfähig sind und nachhaltige Entwicklungsschritte machen können.» Ein Wortberg, der sich für all jene, die nach Sühne und damit möglichst langen und harten Strafen verlangen, in einem einzigen Wort zusammenfassen lässt: «Kuscheljustiz».

Michael Rubertus, Direktor Massnahmenzentrum Uitikon

Ein Begriff, der auch hier, in seiner vermeintlichen Hochburg, Emotionen auslöst. «Wer das sagt, hat keine Ahnung, wovon er spricht», sagt Nicolas. «Was sie hier von dir verlangen, ist der Horror. Du musst vor Leuten, die dir nicht unbedingt sympathisch sind, dein Innerstes nach aussen drehen.» Manchmal sehne er sich ins Gefängnis zurück, sagt er: «TV gucken, und alle lassen dich in Ruhe.» Das hier bringe aber mehr, fügt er sofort an. Vor allem wegen der Ausbildung.

Zur Massnahme im MZU gehört das Absolvieren einer Lehre oder Anlehre, interne Berufsschule inklusive. Zur Auswahl stehen Ausbildungen in der internen Gärtnerei, Malerei, Metallbauwerkstatt, Schreinerei und Küche sowie in zwei externen Betrieben, einem Bauernhof und einer Autowerkstatt. Hier absolviert Nicolas seine Lehre als Automechatroniker. «So heisst das heute», sagt er nicht ohne Stolz.

«Merken, dass sie im Gefängnis sind»

Marcel Engler ist sein Lehrmeister. Er ist deutlich wortkarger als die anderen Fachleute, denen man auf dem MZU-Gelände begegnet. Er ist, wie er betont, kein «Sozi», sondern einfach Automobildiagnostiker – Automech mit Weiterbildung. Sein Deal mit dem MZU ist: Er bezahlt für seine Werkstatt einen günstigen Mietzins, bildet dafür einen jungen Straftäter aus. Man spürt sofort, dass er einer ist, der nicht lang Federlesen macht. Über Nicolas sagt er knapp: «Er macht es so weit gut.» Und wenn man mehr wissen will: «Er ist ein Angenehmer.» Und dann, plötzlich und unaufgefordert, dass er es gut fände, den straffällig gewordenen Jungen eine Chance zu geben – grundsätzlich. «Aber dass man ständig mit ihnen diskutiert und diskutiert, das ist nicht mein Ding. Manchmal bringt eine harte Hand mehr.»

Michael Rubertus, seit zehn Jahren Direktor in Uitikon, nimmt diesen Vorbehalt gelassen: «Die Lehrmeister sind unsere interne Konfrontation mit der externen Realität. Das ist gut so.» Den Vorwurf der «Kuscheljustiz» kontert er mit Zahlen: «Wer Deutschland lobt und nach langen, harten Strafen schreit, sollte sich vor Augen halten, dass die Gefängnisse dort Rückfallquoten von 75 bis 80 Prozent ausweisen. Das kann doch niemand wollen.»

Trotzdem, der beredte Direktor, der jeden seiner Schützlinge mit Namen kennt, ist keiner, der mit Samthandschuhen zur Arbeit geht. Er hat durchgesetzt, dass bei der Renovation der halboffenen Abteilung die langen Korridore grau in grau gestrichen wurden, «weil die jungen Straftäter merken sollen, dass sie im Gefängnis sind».

Und vor kurzem sorgte Rubertus bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für erheblichen Aufruhr. Er führte eine Kleiderordnung ein: keine kurzen Hosen, keine Unterhosenränder, keine grosszügigen Décolletés. Derartige Vorschriften sind für Sozialtätige mehr als ungewohnt. Entsprechend waren die Reaktionen. Doch Rubertus bleibt hart: «Wir sind Vollzugsangestellte und keine Freizeitanimatoren, und so sollten wir uns auch kleiden.»

Nach dem Mittagessen, das alle gemeinsam einnehmen – vom Direktor bis zu den «bösen Buben», wie Rubertus sie manchmal nicht verharmlosend nennt –, muss Nicolas zurück an die Arbeit. Genug der Aufmerksamkeit, beschliesst Michael Rubertus. Nicolas soll sich nicht wie ein Medienstar fühlen. Bleibt gerade noch Zeit für die Frage der Fragen: Ja, er schaffe es, sagt Nicolas. «Ich habe noch meine Familie und meine Freunde. Ich werde einen Job finden und ein ganz normales Leben führen.» Sein Therapeut Marco Gorini nickt: «Eine Garantie gibt es natürlich nicht», sagt er. «Aber ich stelle Nicolas eine gute Prognose.»

Manchmal werden Gefährliche entlassen

«Wir alle wünschen uns die absolute Sicherheit», sagt Direktor Rubertus auf dem Weg zurück ins «Schlössli». «Es gibt sie aber nicht, in keinem Bereich des Lebens.» Rubertus, der in Fussdistanz zum MZU wohnt, hat sich damit abgefunden. Auch wenn er zugibt, dass ihn seine Arbeit vorsichtiger und kritischer gemacht hat. Schlaflose Nächte hat er wegen seines Jobs aber selten – eigentlich nur dann, wenn er einen jugendlichen Straffälligen mit schlechter Prognose entlassen muss. Und das muss er bisweilen: Das Jugendstrafgesetz verlangt, dass Täter, die zum Zeitpunkt der Tat minderjährig waren, spätestens mit 22 Jahren entlassen werden müssen. Egal, ob sie weiterhin als gefährlich gelten oder nicht.

In diesem Moment fährt ein blauer Alfa Romeo aufs Gelände. Rubertus dreht sich abrupt um und überquert mit raschen Schritten den Vorplatz. Zwei junge Männer in Lederjacken steigen aus – Männer wie Schränke. Sie winken. Vor anderthalb Jahren haben sie ihre Massnahme im MZU abgeschlossen, berichtet der Direktor später. Sie sind spontan vorbeigekommen, um zu erzählen, dass es ihnen gut geht. Dass sie einen Job haben, eine Wohnung, dass sie es geschafft haben.

«Solche Besuche sind gar nicht so selten», sagt Michael Rubertus. Die Rührung ist ihm anzusehen. Er ärgert sich ein bisschen, dass ihm der Name eines der beiden nicht sofort eingefallen ist. Dann sagt er: «Es ist schon so: Es gibt die, bei denen wir scheitern. Darum sind Momente wie diese so wichtig. Sie entschädigen für vieles.»

Veröffentlicht am 25. Februar 2011

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3 Kommentare

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Chris
Interessant finde ich den hier: «Was sie hier von dir verlangen, ist der Horror. Du musst dein Innerstes nach aussen drehen.» weil als Opfer muss man im Opferhilfeverfahren genau sein innerstes nach aussen drehen, mehrfach und jahrelang, ist genau so Horror. Besonders makaber ist es wenn es eigentlich um die Finanzierung von Therapien geht und man dann als Opfer nach vier Jahren im Opferhilfeverfahren und mehrfaches innerstes nach aussen drehen vor allen möglichen Behörden und nach wiederholtem Gewinnen vor BGer nach wie vor vergebens auf die Finanzierung wartet... Irgendwann fragt man sich dann wofür man die Täter überhaupt angezeigt hat, wofür man die ganze sorry "Scheisse" durchgemacht hat, die Täter nach wie vor frei und das Opferhilfeverfahren mehr geschadet als genützt...

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Kein Mitleid mit gewalttätigen Jugendlichen
Beobachter macht eine Riesengeschichte über die Täter um Sympathie für sie zu gewinnen, die Opfer werden verschwiegen oder nebenbei erwähnt. Während die Täter "resozialisiert" werden und ihre Vergangenheit vergessen können, müssen die Opfer den Rest ihres Lebens mit der Verletzung und dem Trauma leben. Falls ihr Gesicht, ihr Körper entstellt ist oder sie mit einem Kolostomiebeutel herumlaufen müssen bzw. im Rollstuhl sitzen, wird mit dem Finger auf sie gezeigt und sie werden ausgelacht und verspottet. Bei den gutaussehenden Tätern hingegen vergisst man, was für ekelhafte Personen sie sind. Absolut faschistisch, was der Beobachter hier macht.

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Egal
Ich war selbst in so einer seltsamen aber funktionsfähigen Therapie. Damals war das noch experimentell. Ich war zwar nicht gewalttätig gegenüber Menschen, aber sonst ziemlich daneben. Drogen, Einbrüche (nur Firmen, nicht privat), Hehlerei, Autodiebstahl, sogar Banküberfälle (ohne Verletzte). Bei mir hats funktioniert. Bin seit dreissig Jahren brav. Kiffe nicht mal mehr und zahl brav meine Steuern *g*

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