Der Banker sagte zu Robert Reist* am Telefon, er erhalte das Angebot fünf Tage aufrecht. Die Zinsen könnten jederzeit wieder steigen, die Gelegenheit für eine Verlängerung seiner Hypothek sei günstig wie nie. Reist war überrascht. Seine Festhypothek lief erst drei Monate später aus. Weil er den Berater seit Jahren kannte und das Angebot für fünf Jahre mit 2,1 Prozent etwa bei der Hälfte seines bisherigen Zinssatzes lag, sagte er sofort zu.

Zehn Tage später erhielt er den schrift­lichen Vertrag zur Unterschrift. Reist nahm sich nun etwas Zeit und verglich im Internet die Zinssätze von anderen Anbietern mit seinen Konditionen. Zu seiner Über­raschung lag das günstigste Angebot bei 1,9 Prozent. Er rief sofort bei seiner Bank an und wollte den Preis für seine Festhypothek neu verhandeln. Der Berater beschied ihm aber, dass nichts mehr zu machen sei. Auch seine Nachfrage beim Beobachter konnte daran nichts mehr ändern. Wenn man am Telefon mit dem vorgeschlagenen Hypothekarzins einverstanden war, ist ein gültiger Vertrag zustandegekommen. Obwohl sich die Wohnkosten dank dem tiefen Zinsniveau für Reist reduzieren, bleibt das Gefühl, bei seiner Bank zu viel zu zahlen.