Bund verschläft IT – unsere sensiblen Daten sind in Gefahr
Selbst Tech-Plattformen können KI-Hackerangriffe kaum noch abwehren. Wie steht es um die Sicherheit von Schweizer Plattformen, auf denen Millionen sensibler Daten lagern? Nicht gut, sagt Experte Matthias Stürmer.

Wie viel können Schweizerinnen und Schweizer tun, um ihre sensiblen Daten zu schützen?
Pensionskassen, Ricardo, Supermarkt-Kühlschränke: Die Meldungen über erfolgreiche Hackerangriffe häufen sich. Der Hintergrund ist die KI-Revolution. Cyberkriminelle setzen zunehmend auf KI-Agenten, die die Angriffe nicht nur mathematisch perfektionieren und beschleunigen, sondern sie auch schwerer erkennbar machen. Was mittlerweile möglich ist, zeigte der Hack der US-Firma Hugging Face: KI-Agenten von OpenAI verliessen während eines Tests ihre Umgebung und griffen die Techplattform erfolgreich an. Hugging Face konnte den Angriff erst nach Tagen und nur mithilfe einer anderen KI abwehren.
Sensible Daten in Gefahr – auch auf Schweizer Plattformen?
Was bedeutet das für unsere Daten, die millionenfach bei privaten Onlineportalen, dem RAV, Krankenkassen oder Pensionskassen hinterlegt sind? Nichts Gutes, warnt Matthias Stürmer, Professor an der Berner Fachhochschule (BFH) und Leiter des Instituts Public Sector Transformation. Das Risiko, dass auch Plattformen der öffentlichen Verwaltung gehackt und sensible Daten im Netz veröffentlicht werden, sei realistisch – ähnlich wie es kürzlich in Berlin geschah. Cyberkriminelle nutzen KI, um Sicherheitslücken zu finden, Plattformen zu infiltrieren und Daten für Erpressungen automatisiert zu verschlüsseln.

