Es ist ein Schritt, der oft jahrelang im Stillen vorbereitet wird: der Kirchenaustritt. Für viele ist es nicht einfach nur eine Formsache, sondern das Ende einer langen inneren Auseinandersetzung. Mischa Christen und Fabienne Wernli können davon ein Lied singen.

Für den 51-jährigen Mischa Christen aus Zürich war die Entscheidung, aus der katholischen Glaubensgemeinschaft auszutreten, alles andere als leicht. Fast zehn Jahre lang spukte der Gedanke in seinem Kopf herum, bevor er das Austrittsschreiben endlich abschickte. Schon als Kind fühlte er sich in der Messe unwohl. Die regelmässigen Gottesdienstbesuche waren ihm ein Gräuel, und der obligatorische Mitternachtsgottesdienst trübte ihm die Freude an Weihnachten. Die Frage nach Gott ist für ihn bis heute offen.

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