Es ist ein bitterer Sieg für Anna Freuler. Die Frau, die eigentlich anders heisst, hat nach acht Jahren ihren Kampf gegen das Bundesamt für Justiz gewonnen. Der Bund anerkennt sie offiziell als Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. «Die lange Verfahrensdauer hat mich belastet», sagt sie zum Beobachter.

Freuler wurde als Jenische geboren. Doch unter Führung des Hilfswerks Kinder der Landstrasse der Pro Juventute nahm der Staat der Mutter unter Zwang das Kind weg und gab es zur Adoption frei. Heute gelten solche Kindeswegnahmen, hundertfach angewendet, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

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