Falscher Microsoft-Mitarbeiter – Rentnerin verliert fast 50’000 Franken
Yvonne Berger wollte ein Antivirenprogramm installieren und geriet dabei in die Fänge eines internationalen Betrügerrings. Ein Westschweizer Jugendlicher half, das ergaunerte Geld in den Kongo zu schleusen.

Veröffentlicht am 29. April 2026 - 06:00 Uhr

«Zahlung ohne Nachfrage ausgeführt»: Yvonne Berger kritisiert die Migros-Bank.
Die 85-jährige Yvonne Berger las auf ihrem Computer einen Supermarktprospekt, als plötzlich der Bildschirm einfror. Eine Microsoft-Warnmeldung erschien, mit der Telefonnummer 022 539 16 22. Sie rief an. Am anderen Ende meldete sich ein französisch sprechender Mann, der sich als Microsoft-Techniker ausgab. Stundenlang hielt er sie am Telefon und drängte sie, einen Virenschutz für Fr. 79.80 zu kaufen.
«Ich war nervlich am Ende und wollte einfach, dass der Spuk vorbei ist», erinnert sich die Seniorin, die eigentlich anders heisst. Also loggte sie sich in ihr E-Banking ein, um das Geld zu zahlen. «Er sagte mir, ich solle ja nichts anrühren und den PC nicht ausschalten.» Doch statt den Computer von den angeblichen Viren zu säubern, räumte der Betrüger ihr gesamtes Alterssparkonto bei der Migros-Bank leer – knapp 50’000 Franken.