Veterinäramt hat das Tierspital kontrolliert? Nicht wirklich
Nach den Vorwürfen zu Missständen in der universitären Kleintierklinik behauptete das Zürcher Veterinäramt, man habe die Situation nun vor Ort kontrolliert. Tatsächlich wurde aber nur die Apotheke überprüft.

Veröffentlicht am 27. August 2025 - 06:00 Uhr

Hunde und Katzen, die in ihrem Kot liegen, Schimmel und multiresistente Keime: Recherchen des Beobachters zeigen erschreckende Zustände in der universitären Kleintierklinik in Zürich.
Seit der Beobachter letzten November mutmasslich tierschutzwidrige Zustände in der universitären Kleintierklinik enthüllte, agiert das Zürcher Veterinäramt seltsam verhalten. So erklärte ein Sprecher einen Tag nach der Veröffentlichung bei «Tele Züri», «pauschale Vorwürfe» reichten nicht aus, um die Situation im Tierspital zu überprüfen.
Auf Nachfrage des Beobachters erklärte das Amt, man sei auf «konkrete Meldungen» angewiesen. Um sich ein «eigenes Bild» zu machen, forderte es dann aber immerhin eine Stellungnahme vom Tierspital. Mehr verriet die Behörde nicht – aus «verwaltungsrechtlichen Gründen».