1. Home
  2. Gesetze & Recht
  3. Bussen: Gemeinnützige Arbeit statt Geldstrafe bezahlen?

BussenGemeinnützige Arbeit statt Geldstrafe bezahlen?

Frage: Weil ich zu schnell Auto gefahren bin, habe ich vom Zürcher Stadtrichteramt eine Busse von 120 Franken kassiert. Kann ich die Schuld auch abarbeiten?

Wer ein Gesuch stellt, kann anstatt einer Busse seine Arbeitskraft unentgeltlich für soziale Einrichtungen leisten.
Von aktualisiert am 04. Juli 2018

Das kommt darauf an. Sie können ein Gesuch stellen, dass Sie die Busse durch gemeinnützige Arbeit abgelten möchten. Einen Anspruch auf Bewilligung haben Sie aber nicht. Und für Kosten und Gebühren besteht diese Möglichkeit nicht, die müssen Sie bezahlen.

Zuständig ist im Kanton Zürich die Bussenanlaufstelle der Zürcher Stiftung für Gefangenen- und Entlassenenfürsorge. Sie bewilligt Gesuche von Personen, die schuldlos zahlungsunfähig sind, etwa weil sie Sozialhilfe Existenzsicherung Sozialhilfe von A bis Z oder Ergänzungsleistungen Lebensunterhalt Wer kann Ergänzungsleistungen beantragen? beziehen. Sie müssen das Gesuch vor Ablauf der Zahlungsfrist der Busse stellen. Erachtet die Bussenanlaufstelle die Voraussetzungen als erfüllt, schliesst sie mit Ihnen eine Vereinbarung zum Leisten gemeinnütziger Arbeit. Diese muss der Stadtrichter durch einen Nachentscheid bewilligen.

Die Dauer der zu leistenden Arbeit entspricht der Ersatzfreiheitsstrafe, die im Strafbefehl vermerkt ist. Ein Tag Ersatzfreiheitsstrafe entspricht vier Stunden Arbeit.

Guider Logo

Merkblätter «Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitung» bei Guider, dem digitalen Berater des Beobachters

Haben Sie eine Busse wegen zu schnellen Fahrens bekommen und finden diese überzogen? Mitglieder von Guider sehen im Merkblatt «Bestrafung von Geschwindigkeitsüberschreitungen», wie hoch die Verkehrsbusse je nach gemessenem Tempo auf Autobahnen sowie ausser- und innerorts ausfällt. Im Merkblatt «Administrativmassnahmen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen» wird überdies angezeigt, für welche Dauer der Führerausweis entzogen wird.

Buchtipp

Was Schweizer wissen wollen

Der grosse Beobachter-Ratgeber

Mehr Infos

Was Schweizer wissen wollen