Die Brandkatastrophe mit 40 Toten und 116 Schwerverletzten hat eine Welle von Trauer und Mitgefühl ausgelöst. Gleichzeitig steigt die Empörung über Unterlassungen, die das Drama ermöglichten. Zwar hat das strafrechtliche Verfahren erst begonnen. Doch Anwältinnen, Medien und Politiker stellen bereits Forderungen – auch kuriose.

So verlangte eine italienische Anwältin 50 Milliarden Euro für einen Entschädigungsfonds. Die Verantwortlichen hätten nicht fahrlässig gehandelt, sondern Tote bewusst in Kauf genommen. Sie sicherte sich damit zumindest öffentliche Aufmerksamkeit. Andere Anwälte inszenieren medienwirksam Klagen gegen die Gemeinde Crans-Montana. Und ein italienischer TV-Moderator sagte gar: «Ich bin stolz, kein Schweizer zu sein.» Die Tragödie ist zur Bühne geworden.

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