Schweiz schaffte Kurdin aus – jetzt sitzt sie mit ihrem Baby im türkischen Gefängnis
Bahar Yalçınkaya wurde direkt nach ihrer Ankunft am Flughafen Istanbul festgenommen. Kein Einzelfall: Die Zahl der Rückführungen hat sich 2025 fast verdoppelt. Das sind die Gründe.
Veröffentlicht am 21. August 2026 - 05:00 Uhr

Bahar Yalçınkaya hoffte darauf, dass die Schweiz sie und ihre Kinder vor Repressionen der türkischen Regierung schützt.
Polizisten fixieren ihre Hände hinter dem Rücken, die Kinder schreien: Am 4. August nimmt die Zürcher Kantonspolizei Bahar Yalçınkaya im Rückkehrzentrum Oberhalden fest. Eine Bewohnerin filmt die Szene. Noch am selben Tag wird die Kurdin mit ihren beiden Kleinkindern in die Türkei ausgeschafft.
Am Flughafen Istanbul nehmen türkische Behörden sie sofort fest und stecken sie in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Sie soll Terrorpropaganda betrieben haben. Seither sitzt sie mit ihrem Baby im Frauengefängnis Bakırköy. Das zweite Kind, die fünfjährige Tochter, konnte zu einer Bekannten und musste nicht mit in die Untersuchungshaft.