Jeder 12. Todesfall in der Schweiz ist auf Alkoholkonsum zurückzuführen. 2011 waren dies rund 1600 Tote im Alter zwischen 15 und 74 Jahren. Drei von fünf dieser Todesfälle waren bedingt durch chronisch starken Alkoholkonsum, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) berichtet.

Alkoholbedingte Todesursachen

Der Grossteil der alkoholbedingten Todesfälle machen Krebserkrankungen, Unfälle und Verletzungen sowie Krankheiten des Verdauungssystems aus. Einige dieser Krankheiten sind direkt durch den Alkohol bedingt. So beispielsweise die alkoholische Leberzirrhose und psychische Störungen.

Bei anderen Krankheiten bildet der Alkohol einen Faktor von vielen, der die Krankheit mitverursacht. Hierzu werden grösstenteils chronische Krankheiten wie Krebs oder Bluthochdruck gezählt, so das BAG.

Die Ursachen der alkoholbedingten Tode verändert sich über die verschiedenen Altersgruppen hinweg. Bei jungen Erwachsenen sind es in erster Linie Unfälle und Verletzungen, die durch risikoreichen Konsum von Alkohol verursacht werden. Bei den über 45-Jährigen sind es mehrheitlich Krankheiten des Verdauungssystems und psychische Störungen. Ab 55 Jahren sind es vermehrt durch den Alkohol ausgelöste Krebserkrankungen, die zum Tode führen.

Rund 60 Prozent der alkoholbedingten Todesfälle sind auf den täglichen Alkoholkonsum zurückzuführen. Dieser nimmt vor allem mit dem Alter zu.

Männliche Rauschtrinker am meisten gefährdet

Von allen Todesfällen, die es in der Altersgruppe der 25 bis 35-Jährigen gibt, ist der Anteil von jungen Männern am grössten. Dabei ist dem Rauschtrinken ein grosses Gewicht beizumessen: Rund 25 Prozent der Männer und Frauen diesen Alters trinken sich mindestens einmal im Monat in den Rausch.

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Quelle: Bundesamt für Gesundheit; Studie: «Alcohol-attributable morality in Switzerland between 1997 and 2011» (zu deutsch: alkoholbedingte Todesfälle und ihre Ursachen in der Schweiz zwischen 1997 und 2011)